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Gesund & vegan: So schmecken selbstgemachte NicNac's aus Kichererbsen

Letzte Änderung:
Autor*in: Brit Weirich, Volontärin

Erdnüsse im Teigmantel sind wahre Kalorienbomben. Zum Glück gibt es diverse Rezepte für gesündere Alternativen. Die Erdnüsse werden zum Beispiel durch Kichererbsen ausgetauscht, frittiert wird auch nicht. Ob das schmeckt? Brit Weirich hat es getestet.

Gesund & vegan: So schmecken selbstgemachte NicNac's aus Kichererbsen

Achtung, Fettalarm! Wer kennt es nicht? Ein geselliges Treffen mit Freunden, ein Netflix-Abend, und schon hat man eine ganze Tüte Chips oder eine komplette Tafel Schokolade verputzt.

In meinem Fall waren es NicNac's. Die Erdnüsse im knusprigen Teigmantel schmecken aber auch einfach zu gut. Kein Wunder eigentlich, immerhin ist Fett der Geschmacksträger Nummer eins. Eine große Packung NicNac's (800 g) enthält ganze 4.376 Kalorien. Klar, nicht jeder verdrückt gleich eine komplette Tüte. Aber selbst wenn man nach der Hälfte aufhört, ist der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen schon gedeckt. Mit 36 Gramm Fett auf 100 Gramm NicNac's haut der beliebte Snack leider ganz schön rein. Nüsse enthalten an sich schon eine Menge Fett – wenn dann noch die Fritteuse zum Einsatz kommt, wird aus dem crunchigen TV-Imbiss eine echte Kalorienbombe.

Eines steht aber fest: Verzichten möchte ich nicht. Wenn ich Lust auf einen abendlichen Snack bekomme, will ich mich ungern mit einem Rohkostteller zufriedengeben. Ein Kompromiss: NicNac's selbst zubereiten. Zugegeben, viel bleibt von der herkömmlichen Leckerei nicht übrig: Die Erdnüsse werden durch Kichererbsen ausgetauscht, frittiert wird auch nicht. Ich bin trotzdem neugierig und begebe mich in die Küche.

Warum ausgerechnet Kichererbsen?

Kichererbsen sind wie alle Hülsenfrüchte sehr reich an Eiweiß und Ballaststoffen und extrem fettarm: Auf 100 Gramm kommen gerade mal 2,7 Gramm Fett. Darüber hinaus liefern Kichererbsen wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kupfer und Vitamin K. Ein weiterer Vorteil: Für den vergleichsweise geringen Kalorienanteil sind die orientalischen Hülsenfrüchte sehr sättigend.

Übrigens: Der Name "Kichererbse" hat mit dem Verb "kichern" nichts zu tun, sondern stammt aus dem Lateinischen: "Cicer" war nämlich die Bezeichnung der Römer für "Erbse". Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit dann die "Kichererbse".

Das wird benötigt:

Und so wird’s gemacht:

Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen (Ober-/Unterhitze). Währenddessen die Kichererbsen abtropfen lassen und mit Wasser abwaschen. Erneut gut abtropfen lassen.

Für die Marinade Wasser und Tomatenmark in einer Schüssel miteinander verrühren. Dann das Öl und die Gewürze hinzufügen. Hier kann natürlich nach Lust und Laune variiert werden.

Die Kichererbsen in die fertige Marinade geben und vorsichtig umrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kichererbsen gleichmäßig darauf verteilen. Ab in den Ofen: Mittlere Schiene, 50 Minuten. Fertig sind die gesunden NicNac's.

Mein Ergebnis

Die ofenfrischen Kichererbsen duften und sehen wirklich schmackhaft aus – was sie auch sind, wie ich schnell feststelle. Klar, die gesunde Variante schmeckt natürlich anders als herkömmliche NicNac's. Immerhin hat man die Hauptzutat ausgetauscht, und auch auf den knusprigen Teigmantel muss man verzichten. Die würzige Marinade schmeckt mir aber richtig gut, und wenn man ein bisschen Geduld mitbringt und die Kichererbsen für einige Stunden trocknen lässt, werden sie sogar ein bisschen "crunchy". Je länger die Schüssel auf dem Tisch stand, desto schmackhafter wurde der NicNac's-Ersatz.

Im direkten Vergleich komme ich mit meiner Selfmade-Leckerei auf insgesamt 190 Kilokalorien pro 100 Gramm, während es bei normalen NicNac's ganze 547 Kilokalorien sind – also fast dreimal so viel!

Einen Minuspunkt gibt es von mir für die lange Backzeit. Wer plötzlich Heißhunger auf einen salzigen Snack bekommt, wird sich wohl kaum so lange gedulden. Mein Tipp: Einfach eine größere Portion machen. Der NicNac's-Ersatz hält sich und man hat jederzeit etwas zum Naschen vorrätig. Last but not least: Kichererbsen haben natürlich einen recht eigenen Geschmack und sind nicht jedermanns Sache.

Wie auch immer, mir schmeckt’s, und dieser "Zwang", immer weiter zu essen wie bei industriell hergestellten Leckereien, stellt sich tatsächlich auch nicht ein. Beim nächsten Mal werde ich ein bisschen mit den Gewürzen experimentieren. Kreuzkümmel, Curry oder Garam Masala eignen sich bestimmt auch gut als NicNac's-Aroma. Alles in allem ein leckerer TV-Snack, den ich auf jeden Fall weiterempfehle!

Quellen

Online-Informationen der BZgA: www.bzga.de (Abrufdatum: 29.6.2020)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: www.dge.de (Abrufdatum: 29.6.2020)

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Letzte inhaltliche Prüfung: 29.06.2020
Letzte Änderung: 01.07.2020