Hanf, Cannabis, Haschisch & Marihuana: Der Rauschzustand

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (23. Juli 2014)

Nach dem Konsum von Cannabis-Produkten wie Haschisch oder Marihuana tritt ein Rauschzustand ein, welcher mit unterschiedlichen körperlichen und psychischen Symptomen verbunden ist.

Viele Konsumenten beschreiben eine gehobene bis euphorische Stimmung, welche gleichzeitig mit einer Minderung des Antriebs bis hin zur Lethargie verbunden ist.

Welche Wirkung das Hanfgewächs tatsächlich erzielt, ist individuell sehr unterschiedlich. Während manche Menschen keinen Effekt wahrnehmen, erleben andere einen euphorischen Rauschzustand (sie fühlen sich "high"), während wieder andere träge und müde werden. Einige Personen fühlen sich dagegen eher schlecht, wenn sie Cannabis konsumiert haben. Und auch bei ein und derselben Person kann der Rauschzustand von Mal zu Mal sehr unterschiedlich verlaufen.

Man sieht eine Sanduhr in bunten Farben. © Jupiterimages/iStockphoto

Im Rausch nehmen viele Konsumenten die Zeit verlangsamt wahr.

Viele Konsumenten empfinden häufig eine starke Entspannung und ein Gefühl der Leichtigkeit. Sie sprudeln mitunter über vor Ideen, während das Kurzzeitgedächtnis stark beeinträchtigt ist. Normalerweise unwichtige Sachen werden als wichtig und bedeutungsvoll wahrgenommen.

Merkmale für einen Rauschzustand können zum Beispiel sein:

  • Gelassenheit, Entspannung, Müdigkeit
  • Heiterkeit, Wohlbefinden
  • Intensivierung der Sinneswahrnehmungen wie Hören und Sehen
  • Konzentrationsstörungen
  • Bedürfnis, sich mitzuteilen
  • Sinnestäuschungen, so nehmen Konsumenten die Zeit zum Beispiel verlangsamt wahr
  • übermäßiges Hunger- und Durstgefühl
  • erhöhter Blutdruck
  • gerötete Augen

Unangenehme Begleiterscheinungen

Die zunächst oft angenehmen Symptome des Rausches können sich steigern und somit unangenehm werden. Weitere unangenehme Begleiterscheinungen eines Rauschzustands nach Cannabis-Konsum sind zum Beispiel:

Je höher die Dosis, desto eher können derartige Nebenwirkungen auftreten. Die Beschwerden können mehrere Tage lang anhalten, sind aber mit keinen körperlichen Folgeschäden verbunden.

Wirkungseintritt

Wann die berauschende Wirkung des Hanfs einsetzt und wie diese verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab, so zum Beispiel davon, …

  • … ob das Cannabis geraucht, gegessen oder getrunken wurde,
  • … wie hoch der Gehalt des berauschenden Wirkstoffs THC ist,
  • … welche Dosis eingenommen wurde,
  • … in welcher Situation das Cannabis konsumiert wurde (z.B. auf einer Party oder allein zu Haus) und
  • … in welcher psychischen Verfassung und Stimmung sich der Konsument befindet.

Nach dem Rauchen ist mit einer sehr raschen Wirkung zu rechnen: Der berauschende Wirkstoff THC gelangt unmittelbar über die Atemwege ins Gehirn. Nach etwa 30 bis 60 Minuten hat der Rausch seinen Höhepunkt erreicht, nach zwei bis drei Stunden ist er in der Regel abgeklungen.

Anders verhält es sich beim Essen oder Trinken cannabishaltiger Produkte: Die Substanz wird viel langsamer aufgenommen als beim Rauchen. Der Wirkungseintritt hängt unter anderem davon ab, wie viel und was man im Vorfeld gegessen und getrunken hat. Da die Wirkung verzögert und plötzlich eintritt, besteht die Gefahr, eine zu hohe Dosis Cannabis aufzunehmen, sodass oft ein stärkerer Rausch eintritt als beim Rauchen eines Joints.


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