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Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin)

Wiebke Raue
Letzte Änderung:
Verfasst von Wiebke Raue • Medizinredakteurin

Heroin macht in der Regel bereits nach kurzzeitigem Gebrauch stark abhängig. Es gilt als Droge mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial: Heroin wirkt um ein Vielfaches stärker als sein chemischer Verwandter, das Morphin – und wesentlich kürzer.

Allgemeines

Heroin macht nicht nur körperlich, sondern auch psychisch abhängig. Wer von Heroin abhängig ist, entwickelt rasch eine Toleranz gegen die Droge: Um die euphorisierende Wirkung von Heroin weiter spüren zu können, müssen sie die Dosis ständig steigern und immer häufiger konsumieren. Andernfalls treten immer schneller Entzugserscheinungen auf.

Neben der Abhängigkeit führt dauerhafter Heroinkonsum auch zu gesundheitlichen Problemen – so zum Beispiel zu Leberschäden, Karies oder Magen-Darm-Beschwerden. Bei zu hohen Dosen besteht die Gefahr einer Heroinvergiftung beziehungsweise -überdosierung, die lebensgefährlich sein kann.

2012 kamen in Deutschland 944 Menschen durch illegale Drogen ums Leben. Die Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.

Heroin wird in Deutschland meist gespritzt, kann aber zum Beispiel auch inhaliert werden. Nach einer Injektion in die Vene entsteht schon nach kurzer Zeit ein Rauschzustand. Der Konsument fühlt sich euphorisch und verspürt keine Schmerzen. Alltagsprobleme erscheinen für den Moment unbedeutend.

Da Heroinabhängige immer mehr Heroin in immer kürzeren Abständen benötigen, geraten nicht wenige in eine Beschaffungskriminalität oder Prostitution. In vielen Fällen ist eine Heroinabhängigkeit deshalb auch mit einem sozialen Abstieg verbunden.

Heroin wird aus Morphin gewonnen, einem Inhaltsstoff des Schlafmohns (Papaver somniferum). Heroin zählt zur Gruppe der Opiate und Opioide. Andere Bezeichnungen für Heroin sind Diacetylmorphin oder Diamorphin (DAM).

Der Gebrauch und Handel von Heroin als Rauschmittel ist in Deutschland verboten. Unter strengen Auflagen ist künstlich hergestelltes Heroin als Arzneimittel zugelassen. Es kommt in schweren Fällen von Heroinabhängigkeit zum Einsatz, wenn andere Therapien keinen Erfolg gebracht haben.

Zahlen und Fakten

Heroin spielt auf dem illegalen Drogenmarkt eine bedeutende Rolle. Der weltweite jährliche Umsatz aller illegalen Drogen wird mittlerweile auf circa 235 Milliarden Euro geschätzt.

In Deutschland gibt es etwa 200.000 Menschen, die illegale Drogen konsumieren. Der überwiegende Teil dieser Menschen ist abhängig von Heroin.

Die Hauptanbaugebiete des Mohns, aus dem das Heroin gewonnen wird, liegen geografisch in einem Bereich, der sich von der Türkei über Iran, Indien und Afghanistan bis nach Pakistan erstreckt und Goldener Halbmond genannt wird.

© Jupiterimages/iStockphoto
Heroin gewinnt man aus den Fruchtkapseln des Schlafmohns.

Erweitert man diesen Abschnitt bis zum südostasiatischen Raum, spricht man vom Goldenen Dreieck. Haupterzeugerland in der Region des Goldenen Halbmonds ist Afghanistan. Aber auch in Mittel- und Südamerika wird Mohn angebaut.

Historisches

Grundlage für die Herstellung von Heroin ist das aus den Fruchtkapseln des Schlafmohns (Papaver somniferum) gewonnene Opium. Es enthält unter anderem Morphin, eine Substanz, die als starkes Schmerzmittel wirkt.

1806 gelang es dem deutschen Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner erstmals, den Wirkstoff Morphin aus Opium zu isolieren. Morphium benannte er damals nach dem griechischen Gott des Schlafs "Morpheus".

Ab 1828 wurde Morphium erstmals als Medikament gehandelt und kam vor allem im deutsch-französischen Krieg (1870 bis 1871) häufig zum Einsatz, um Verletzte zu behandeln.

Als man das Suchtpotenzial von Morphium erkannte, suchte man nach Stoffen, die genauso gut wirken, aber weniger abhängig machen. So stellten Wissenschaftler schließlich Diacetylmorphin her.

Im Jahr 1898 begann die Firma Bayer, den Wirkstoff Diacetylmorphin unter dem Namen Heroin in großem Stil zu produzieren und bot ihn unter anderem als Husten- und Schmerzmittel an. Die Bezeichnung Heroin geht auf das griechische Wort heros (= Held) zurück.

Später stellten auch andere Firmen heroinhaltige Medikamente her. Ärzte und vor allem Patienten nahmen den neuen Wirkstoff sehr positiv auf. Heroin diente damals auch der Behandlung von Morphium-Abhängigen und sollte die Entzugssymptome bei Betroffenen unterdrücken.

Wie sich später herausstellte, besitzt Heroin jedoch ein viel größeres Suchtpotenzial als Morphium.

Chemie

Heroin entsteht durch eine chemische Reaktion aus Morphin und Essigsäure-Anhydrid. Bei diesem Prozess (Acetylierung) erhält die chemische Struktur zwei neue Acetylgruppen – die korrekte chemische Bezeichnung für Heroin lautet entsprechend Diacetylmorphin oder Diamorphin (DAM).

Heroin ist wesentlich fettlöslicher (lipophiler) als Morphin. So gelangt Heroin nach einer intravenösen Injektion auch schneller ins Gehirn. Dort wird es zu Morphin abgebaut.

Die typische Wirkung von Heroin, der sogenannte "Kick", entsteht größtenteils durch das extrem starke Anfluten des zu Morphin abgebauten Heroins im Gehirn. Eine vergleichbar stark konzentrierte intravenöse Injektion von Morphin hätte nicht diesen Effekt, weil Morphin nicht so fettlöslich ist und daher auch nicht so schnell das Gehirn erreicht.

Opiate

Heroin zählt zu den Opiaten. Opiate sind Substanzen, die aus Opium gewonnen werden, wie etwa auch die Wirkstoffe Morphin und Codein. Nicht alle Opiate unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) (z.B. Codein).

Opioide

Unter Opioiden versteht man synthetische oder halbsynthetische Substanzen sowie körpereigene Substanzen (Endorphine) mit einer morphinartigen Wirkung, die an die Opioidrezeptoren (v.a. im Gehirn) binden können.

Formen & Konsum

Formen

Heroin kommt in mehreren Formen vor.

Konsum

Heroin kann man auf verschiedene Arten konsumieren, zum Beispiel:

Wirkung

Welche Wirkung hat Heroin? Heroin wird vom Körpergewebe leicht aufgenommen und passiert auch schnell die sogenannte Blut-Hirn-Schranke – daher zeigt es relativ rasch Wirkung.

Insbesondere, wenn man es spritzt, führt Heroin schon nach kurzer Zeit zu einem Rauschzustand, der mit starken Glückgefühlen einhergeht.

In den Geweben und im Gehirn wird Heroin dann zu Morphin abgebaut. Es ist größtenteils das Morphin, das die typische Wirkung der Droge auslöst. Dass Heroin im Vergleich zu gespritztem Morphin trotzdem eine stärkere Wirkung zeigt, liegt daran, dass Heroin viel schneller ins Gehirn gelangt als Morphin.

Die Wirkung von Heroin beziehungsweise Morphin entsteht, indem die Substanzen an spezielle Bindestellen andocken, die sogenannten Opioidrezeptoren. Opioidrezeptoren lassen sich in verschiedene Typen unterteilen. Abhängig davon, an welchen Rezeptortyp die Drogen binden, löst dies unterschiedliche Wirkungen im Körper aus. Opioidrezeptoren finden sich vor allem im Gehirn, aber auch im restlichen Körper.

Der Rauschzustand

Der Konsum von Heroin führt zu starken Euphorie- und Glücksgefühlen. Die Droge hat eine stark schmerzlindernde Wirkung. Heroin hat außerdem folgende Effekte auf den Körper:

Insbesondere, wenn Heroin gespritzt wird, erlebt der Konsument einen plötzlichen "Flash" oder "Kick" und ist frei von allen Schmerzen. Er fühlt sich einfach wohl, egal, in welchem Zustand und welcher Situation er sich gerade befindet. Die Droge verleiht ihm das Gefühl, beschützt zu sein, und führt zu intensivem Traumerleben. Die Euphorie, die das Heroin auslöst, erreicht keine andere Droge in dieser Intensität – gerade das macht sie so gefährlich.

Die Wirkung des Rausches hält etwa eine bis vier Stunden an.

Weitere Wirkungen

Heroin wirkt nicht nur ausschließlich im Gehirn – Opioidrezeptoren kommen auch im restlichen Körper vor und das Heroin kann entsprechend auch in anderen Körpergeweben Wirkung zeigen.

So kann Heroin zum Beispiel bewirken, dass Histamin freigesetzt wird, was – ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion – ein starkes Hautjucken, aber auch eine Verengung der Bronchien und einen Blutdruckabfall auslösen kann. Morphin hat zudem bei schwangeren Frauen eine wehenhemmende Wirkung.

Heroinabhängigkeit (Heroinsucht)

Durch die starke Wirkung von Heroin kann eine Heroinabhängigkeit (Heroinsucht) sehr schnell entstehen. Der Konsum geht mit einer Toleranzentwicklung einher, das heißt: Man muss die Dosierung ständig steigern, um einen gleichbleibenden Effekt zu erzielen.

Abhängige benötigen meist zwischen 0,5 und 3 Gramm Heroin am Tag, das sie über den Tag verteilt einnehmen oder injizieren. Für Menschen, die Heroin nicht gewöhnt sind, wären solche Dosen tödlich.

Heroin macht psychisch abhängig. Das anfangs noch beherrschbare Verlangen nach der Droge – das sogenannte Craving (engl. für Begierde, Verlangen), kann der Betroffene später nicht mehr kontrollieren.

Aber nicht nur psychisch, auch körperlich entsteht eine Abhängigkeit, das heißt, die Droge ist notwendig, damit der Körper funktionieren kann. Wird die Substanz nicht mehr konsumiert, treten typische Entzugssymptome auf.

Heroin macht psychisch und körperlich abhängig. Es gilt als die Substanz mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial.

Entzugssymptome

Bei einem Heroinentzug entstehen Symptome wie:

Die Entzugssymptome erreichen ungefähr 36 bis 72 Stunden nach der letzten Heroin-Injektion ihren Höhepunkt und können fünf bis acht Tage anhalten.

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Angst und Unruhe zählen zu möglichen Entzugssymptomen.

Substitutionstherapie

Wer heroinabhängig ist und einen Entzug machen möchte, kann eine sogenannte Substitutionstherapie (Therapie mit Ersatzstoffen) machen. Anstelle von Heroin bekommt der Betroffene Ersatzdrogen verabreicht – zum Beispiel mit den Wirkstoffen Methadon, Levomethadon oder Buphrenorphin.

Methadon bindet wie Heroin an Opioidrezeptoren und hat entsprechend ähnliche Wirkungen wie Heroin. Im Unterschied zu Heroin sind jedoch die Nebenwirkungen geringer. Zudem bleibt die rasche Wirkung des Heroins aus, der typische "Heroinkick" fällt deshalb weg. Im Rahmen einer Substitutionstherapie erhält der Konsument auf Rezept bestimmte Mengen der Ersatzstoffs, die ihm einen normalen Tagesablauf ermöglichen.

Eine Substitutionstherapie ist auch über mehrere Jahre möglich. Nicht allen Patienten gelingt es, vollständig ohne die Ersatzwirkstoffe auszukommen.

In sehr schweren Fällen von Heroinabhängigkeit, in denen eine Substitutionstherapie nicht geholfen hat, steht verschreibungspflichtiges, künstlich hergestelltes Heroin (Diamorphin) zur Verfügung. So soll es den Patienten ermöglicht werden, trotz der Sucht ein geregeltes Leben zu führen – ohne Beschaffungskriminalität und sozialen Abstieg. Die Abgabe von Diamorphin auf Rezept ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Gesundheitliche Folgen

Jahrelanger Heroinkonsum hat in der Regel verschiedene gesundheitliche und soziale Folgen. So den gesundheitlichen Problemen zählen etwa:

Oft geht langfristiger Heroinkonsum auch mit einer Veränderung der Persönlichkeit einher.

Um den steigenden Heroinbedarf decken zu können, sind die Konsumenten zudem gezwungen, immer mehr Geld aufzubringen. In der Folge rutschen viele in die Prostitution ab oder beschaffen sich das Geld durch Diebstähle. Mit dem Heroinkonsum geht häufig ein sozialer Abstieg einher.

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Um an Geld für Heroin zu kommen, werden viele Konsumenten zu Straftätern.

Aber nicht nur die Droge selbst, auch das Spritzen birgt Gefahren – denn oft teilen sich mehrere Süchtige eine Spritze (sog. needle sharing). Auf diese Weise kann man sich mit HIV oder Hepatitis B beziehungsweise Hepatitis C infizieren.

Die dauernde Verwendung von Spritzen, mit denen das Heroin intravenös verabreicht wird, kann außerdem zu Abszessen, Entzündungen der Lymphgefäße oder einer Venenschädigung führen. Eine weitere mögliche Folge ist eine Herzentzündung.

Heroinvergiftung / Heroinüberdosis

Eine Heroinvergiftung entsteht meist durch eine versehentliche Heroinüberdosierung.

Für Menschen, die nicht an Heroin gewöhnt sind, führt in der Regel eine Menge von etwa fünf Milligramm zu Vergiftungserscheinungen.

Personen, die regelmäßig Heroin konsumieren, vertragen deutlich größere Mengen als Personen, die noch nie Kontakt zur Droge hatten. Über längere Zeit entwickelt sich eine Toleranz gegen die Droge: Man benötigt nach und nach immer mehr von der Substanz, um noch einen Effekt zu spüren. Dies birgt über kurz oder lang auch die Gefahr einer Vergiftung.

Auch wenn der Körper eines Heroinabhängigen größere Mengen an Heroin toleriert, ist die Grenze zur möglichen Vergiftung leicht überschritten.

Zudem ist es ein unkalkulierbares Risiko, nach einer kurzen Entzugszeit mit der gewohnten Menge Heroin weiterzumachen – eine möglicherweise tödlich endende Heroinvergiftung kann die Folge sein.

Darüber hinaus kann der Reinheitsgehalt der Droge stark schwanken, was zu einer versehentlichen Heroinüberdosierung führen kann. Aber auch Beimengungen anderer Substanzen im Heroin können zu Vergiftungserscheinungen führen.

Zu einer Heroinvergiftung kann es auch kommen, wenn im Körper versteckte Heroinpäckchen beim Schmuggeln platzen: Sogenannte Bodypackers füllen Kondome mit Heroin, verschlucken die Päckchen (oder führen sie anal oder vaginal ein) und transportieren sie über die Grenzen.

Symptome

Person, die zu viel Heroin aufgenommen haben (Heroinvergiftung beziehungsweise Heroinüberdosierung), zeigen in der Regel folgende Symptome:

Erste Hilfe bei einer Heroinüberdosis

Eine Heroinvergiftung ist ein Notfall: Im Extremfall kann eine Atemlähmung entstehen, die tödlich sein kann. Zudem können bewusstlose Personen an ihrem Erbrochenem ersticken. Aber auch Wassereinlagerungen in der Lunge (Lungenödem) und verstopfte Blutgefäße (Embolien) können die Folge einer Heroinvergiftung sein.

Müssen Sie bei einem Heroin-Vergiftungsopfer Erste Hilfe leisten, sollten Sie verschiedene Dinge beachten:

  1. Alarmieren Sie umgehend einen Notruf (112 wählen).
  2. Eigenschutz geht vor! Sollte eine Beatmung nötig sein, achten Sie darauf, diese nur mit Hilfsmitteln durchzuführen und Einmalhandschuhe anzuziehen!
  3. Ist der Betroffene bereits bewusstlos, atmet aber noch, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.
  4. Bei Atemstillstand: Beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Bleiben Sie beim Vergifteten, bis der Notarzt eintrifft und schützen Sie die Person vor Unterkühlung, etwa mit einer Decke.

Der Notarzt wird insbesondere versuchen, die verlangsamte Atmung wieder zu beschleunigen. Falls notwendig, wird er den Betroffenen künstlich beatmen.

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Eine Heroinvergiftung ist ein medizinischer Notfall.

Als Gegengift kann der Arzt den Wirkstoff Naloxon injizieren. Naloxon ist ein sogenannter Opioidantagonist. Der Wirkstoff blockiert die Opioidrezeptoren im Gehirn und im restlichen Körper des Betroffenen und hemmt so die Wirkung von Opiaten und Opioiden wie Heroin oder Morphin.

Die Wirkung von Naloxon hält nur ein bis drei Stunden an, daher muss der Arzt den Wirkstoff bei einer Heroinvergiftung regelmäßig nachspritzen. Außerdem ist zu beachten, dass bei der Gabe von Naloxon neben der verlangsamten Atmung auch die schmerzlindernde Wirkung aufgehoben wird. Bei Heroinabhängigen treten dadurch sofort Entzugserscheinungen auf.

Rechtliches

Opiate, die als Rauschdrogen verwendet werden – so auch Heroin – unterliegen in der Bundesrepublik dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Nach § 29 des BtMG ist unter anderem der Anbau, der Handel, die Einfuhr, die Abgabe, der Vertrieb, der Erwerb sowie der Besitz von Opiaten ohne entsprechende Genehmigungen verboten.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Linktipps:

Drugcom: Ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Buchtipps:

Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen

Karl Hiller, Matthias F. Melzig
672 Seiten Spektrum Akademischer

Die Nutzung von natürlichen Ressourcen zur Heilung oder Linderung von Krankheiten ist untrennbarer Bestandteil aller Kulturkreise. Das Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen gibt einen Überblick über die heute wie auch in früherer Zeit verwendeten Arzneidrogen. Diese Auflage des Lexikons enthält neben Arzneipflanzen, die in afrikanischen, amerikanischen oder indischen Gebieten vorkommen, auch Drogen des chinesischen Arzneibuches (TCM). Letztere haben in jüngster Zeit in der Naturheilkunde besondere Beachtung gefunden. Erstmalig wird auf Drogen des europäischen Arzneibuches (Ph.Eur.) und des Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) hingewiesen. Dieser Band enthält ca. 3.000 Artikel, 14.000 Verweise, 400 Abbildungen, 32 Farbtafeln und Strukturformeln der genannten Drogeninhaltsstoffe sowie zahlreiche Tabellen. Die im Anhang befindliche Systematik der Arzneipflanzen wurde umfassend aktualisiert. Die Anordnung der Stichwörter erfolgt alphabetisch nach den wissenschaftlichen Namen der Arzneipflanzen und beinhaltet Vorkommen bzw. Herkunft der Droge, die Inhaltsstoffe und therapeutische Nutzung (einschließlich des Gebrauchs in der Volksheilkunde) und wenn erforderlich auch die Gegenanzeigen. Besonderer Wert wurde auf die komplette Wiedergabe der vielfältigen deutschen Namen wie auch der lateinischen Synonyme gelegt. Zudem werden die von niederen Organismen und aus dem Tierreich gewonnenen sowie die homöopathisch genutzten Drogen behandelt. Als hervorragendes Nachschlagewerk für alle phytotherapeutischen Fragestellungen wendet sich das Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen an Wissenschaftler und Studenten der Pharmazie und deren Nachbardisziplinen Biologie, Medizin, Chemie sowie an Ärzte für Naturheilverfahren, Apotheker, Heilpraktiker, an Mitarbeiter in Phytopharmaka produzierenden Betrieben sowie an interessierte Laien. Geschrieben für Wissenschaftler und Studenten der Pharmazie und deren Nachbardisziplinen Biologie, Medizin, Chemie, Ärzte für Naturheilverfahren, Apotheker, Heilpraktiker, Mitarbeiter in Phytopharmaka produzierenden Betrieben, interessierte Laien.

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Quellen:

Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.drugcom.de (Abrufdatum: 26.2.2014)

Online-Informationen des Deutschen Suchthilfestatistik: www.suchthilfestatistik.de (Abrufdatum: 26.2.2014)

Heroin. Faltblatt der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: www.dhs.de (Stand: Abrufdatum: 26.2.2014)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2014)

Online-Informationen des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de (Stand: 23.5.2013)

Online-Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit: www.drogenbeauftragte.de (Stand: 7.6.2013)

BtMG Betäubungsmittelgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154). Online-Informationen des Bundesministerium der Justiz: www.gesetze-im-internet.de

Online-Informationen des Bundesministerium für Gesundheit: www.bmg.bund.de (Stand: 29.10.2013)

Batra, A., Bilke-Hentsch, O.: Praxisbuch Sucht. Thieme, Stuttgart 2012

Müller, S.: MEMORIX Notfallmedizin. Thieme, Stuttgart 2011

Reichl, F.-X.: Taschenatlas der Toxikologie. Thieme, Stuttgart 2009

Parnefjord, R.: Das Drogentaschenbuch. Thieme, Stuttgart 2005

Köhnlein, E., Weller, S.: Erste Hilfe. Thieme, Stuttgart 2004

Letzte inhaltliche Prüfung: 28.02.2014
Letzte Änderung: 16.06.2015