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Mammographie

Veröffentlicht von Onmeda-Redaktion

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Typischerweise fertigt der Arzt bei einer Mammographie pro Brust zwei Aufnahmen an.

Allgemeines

Die Mammographie kommt zu folgenden Zwecken zum Einsatz:

Der Begriff "Screening" bedeutet, dass einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (hier: Frauen zwischen 50 und 69 Jahren) eine Untersuchung angeboten wird, ohne dass Beschwerden vorliegen. Ziel des Screenings ist es, eine eventuell bestehende Brustkrebserkrankung oder Vorstufen von Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen. Die Vor- und Nachteil des Screening sollte der Arzt ausführlich erläutern, sodass jede Frau eine Entscheidung treffen kann, die auf aktuellen, korrekt vermittelten Informationen beruht.

Bei Frauen im Alter über 50 Jahren kann nach derzeitigen Daten die Brustkrebssterblichkeit mithilfe des Mammographie-Screenings gesenkt werden: Pro Jahr sterben dank des Mammographie-Screenings statt 4 von 1.000 Frauen 3 von 1.000 Frauen an Brustkrebs. Die sogenannte absolute Risikoreduktion entspricht 0,1 Prozent, denn:

Anders dargestellt: Stellt man sich eine Gruppe mit 200 Frauen vor, die über einen Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig alle zwei Jahre am Mammographie-Screening-Programm teilnimmt, wird eine dieser 200 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt.

Außerhalb des Screenings setzen Ärzte die Mammographie ein, wenn Beschwerden oder Veränderungen der Brust auf einen krankhaften Befund hindeuten und andere Techniken – etwa eine Ultraschalluntersuchung – keine Klarheit bringen. Solche Veränderungen der Brust können der Frau selber auffallen oder bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt erstmals bemerkt werden, wenn er die Brust betrachtet und abtastet.

Außerdem eignet sich die Mammographie für Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Dies ist der Fall, wenn bereits an einer Brust Krebs entdeckt wurde oder wenn nahe Verwandte (Mutter, Tochter oder Schwester) an Brustkrebs erkrankt sind. Generell steigt das Risiko für Brustkrebs mit dem Alter: Die meisten Fälle treten statistisch mit Anfang 60 auf.

Ablauf

Bei einer Mammographie röntgt man die weibliche Brust. Die Mammographie erfolgt dabei stets in zwei Ebenen, das heißt, einmal durchdringen die Strahlen das Brustgewebe von oben nach unten (Fachbegriff: kraniokaudal), einmal aus schräg-seitlicher Position (Fachbegriff: mediolateral oblique).

Insgesamt entstehen bei der Untersuchung meist vier Aufnahmen: zwei je Brust. Wenn der Arzt unklare Veränderungen an der Brust sieht, setzt er mitunter spezielle Zusatzaufnahmen ein (z. B. Vergrößerungsmammographie), um weitere Informationen zu erhalten.

Die Mammographie stellt andere Anforderungen an die Gerätetechnik, Bildqualität und Aufnahmetechnik als etwa eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax). Die bei der Mammographie von der Röntgenröhre erzeugte Strahlung ist daher erheblich energieärmer ("weicher") als in der allgemeinen Röntgendiagnostik. Dort kommt häufig eine sogenannte Hartstrahldarstellung zum Einsatz. Die Weichstrahltechnik der Mammographie hält die Strahlenbelastung möglichst gering und macht feinste Mikroverkalkungen und kleinste Strukturen des Brustgewebes von bis zu 0,1 Millimeter Durchmesser sichtbar. Das entstehende Röntgenbild heißt Mammogramm und bildet die inneren Strukturen der Brust in Schwarz-Weiß-Kontrasten ab.

© Jupiterimages/iStockphoto
Mithilfe der Mammographie lassen sich unklare Befunde abklären.

Da die Belichtungszeit für Aufnahmen der Brust im Sekundenbereich liegt, sollte sich die Frau möglichst nicht bewegen, weil das Bild sonst unscharf wird. Um das zu vermeiden und um das dichte Brustgewebe für die Röntgenstrahlen durchlässiger zu machen, fixiert man die Brust während der Aufnahme in einer speziellen Halterung. Die Brust wird dabei zwischen zwei Plexiglasscheiben möglichst flach zusammen gedrückt. Das kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein – besonders bei schon vorher empfindlichen, spannenden Brüsten. Aber: Je flacher die Brust bei der Mammographie gedrückt wird, umso geringer ist die notwendige Strahlendosis und desto aussagekräftiger die Aufnahme. Die Sorge, dass das Zusammendrücken der Brust Krebs auslöst, ist unbegründet.

Gutartige Tumoren erscheinen auf dem Bild meist als gleichmäßig dichte Struktur, die glatt begrenzt ist. Bösartige Tumoren hingegen haben häufig sternförmige Ausläufer (sog. "Krebsfüßchen") und sind unscharf begrenzt. Einen sicheren Hinweis, ob ein Tumor gutartig oder bösartig ist, kann die Mammographie nicht erbringen. Hierzu muss der Arzt Gewebe entnehmen (Biopsie), das anschließend unter dem Mikroskop untersucht wird. Nur dies lässt eine sichere Aussage zu. Die Befürchtung, dass beim Entnehmen der Gewebeprobe Tumorzellen gestreut werden können, ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.

Digitale Mammographie

Der Großteil der Mammographien in Universitätskliniken und in den sogenannten Screening-Einheiten des Mammographie-Screening-Programms wird heute als digitale Mammographie angefertigt. Etwa seit Ende der 1990er Jahre löst die digitale Mammographie die analoge Form (sog. Film-Folien-Mammographie) immer mehr ab. Die digitale Mammographie erfolgt entweder mit kassettenbasierten Speicherfoliensystemen (engl. computed radiography, CR) oder mit Systemen mit integrierten digitalen Bildempfangssystemen (engl. direct radiography, DR).

Viele Fachleute sind der Meinung, dass die digitale Mammographie der analogen überlegen oder zumindest gleichwertig ist. Ein wesentlicher Vorteil der digitalen Variante: Die Bilder lassen sich gut archivieren.

Anwendungsgebiete

Die Mammographie hilft dabei, möglichst frühzeitig zu erkennen, ob eine Frau Brustkrebs hat oder nicht. Denn sie kann wichtige Hinweise auf Veränderungen der Brust liefern, die sich dann durch weitere Methoden wie eine Gewebeentnahme genauer untersuchen lassen. Zusammengefasst eignet sie sich für folgende Fälle:

Risikopatientinnen

Zur Risikogruppe zählen Frauen, in deren Familie bereits Brustkrebs auftrat. Dies gilt vor allem, wenn die Mutter oder Schwester betroffen waren. In solchen Fällen spielen mitunter die Gene eine Rolle: Es gibt zwei sogenannte Tumorgene, BRCA-1 und BRCA-2. Sie stehen ursächlich mit Brustkrebs in Verbindung. BRCA steht für Breast Cancer (engl. Brustkrebs). Frauen, bei denen in einem dieser Gene eine Erbgutveränderung (Mutation) vorliegt, haben ein stark erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Ein Gentest kann ermitteln, ob eine solche Mutation besteht.

Der Test empfiehlt sich unter anderem für Frauen, deren Verwandte ersten Grades im Alter unter 30 Jahren auf einer Seite Brustkrebs oder im Alter unter 40 Jahren auf beiden Seiten Brustkrebs hatten. Allerdings entsteht Brustkrebs nur in etwa 5 bis 10 von 100 Fällen aufgrund einer erblichen Variante.

Steht fest, dass die Gene BRCA-1 oder BRCA-2 verändert sind, gelten "strengere" Bedingungen für die Früherkennung von Brustkrebs. Neben regelmäßigen Terminen beim Frauenarzt und einer engmaschigen Selbstuntersuchung der Brust zählt die Mammographie zu den wichtigsten Maßnahmen.

Weitere Risikofaktoren für Brustkrebs sind:

Auffälliger Befund

Ärzte setzen die Mammographie zudem ein, wenn beim Abtasten der Brust (Palpation) oder beim Betrachten (Inspektion) etwas verdächtig oder unklar ist und die Ergebnisse anderer Untersuchungen (z.B. Ultraschall) die Zweifel nicht ausräumen können.

Beispiele für solche Auffälligkeiten sind:

Nachsorge

Liegt Brustkrebs (Mammakarzinom) vor, muss auch die nicht betroffene Brust per Mammographie auf Veränderungen untersucht werden. Wurde ein Mammakarzinom therapiert, setzen Ärzte die Mammographie im Rahmen der Nachsorge ein.

Wenn die Mammographie nicht unbedingt sehr zeitnah gemacht werden muss, eignet sich die Zeit etwa zehn Tage nach Beginn der Regelblutung gut für die Röntgenaufnahme. Die Brust ist dann recht entspannt, da sie am wenigsten Flüssigkeit enthält.

Mammographie-Screening

Als Mammographie-Screening bezeichnet man eine regelmäßig vorgenommene Röntgenuntersuchung der Brust, die dazu dient, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen. Früh entdeckter Brustkrebs lässt sich meist erfolgreicher und schonender behandeln. Das Mammographie-Screening kann jedoch nicht verhindern, dass Brustkrebs entsteht.

In Deutschland existiert ein bundesweites Programm, das Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre freiwillig wahrnehmen können. Dieses Mammographie-Screening-Programm richtet sich an Frauen, die keine Risikofaktoren für Brustkrebs haben, und ergänzt die "reguläre" jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung.

Frauen in der genannten Altersgruppe erhalten per Post eine offizielle Einladung zum Mammographie-Screening und damit einhergehend ein Merkblatt, das sie über die Hintergründe und den Ablauf informiert. Die Einladung geht von der sogenannten "Zentralen Stelle" aus, die Geburtsdatum und Anschrift der Frauen vom örtlichen Einwohnermelderegister erhält.

Das Merkblatt legt großen Wert auf die Entscheidungsfreiheit der Frauen: Sie sollen sich neutral über die Vor- und Nachteile des freiwilligen Programms informieren und dann aus eigenen Stücken entscheiden, ob sie am Mammographie-Screening teilnehmen möchten. Fakt ist: Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren hat alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs.

Unabhängig davon kann bei Risikopatientinnen und immer dann, wenn ein auffälliger Befund auftritt, öfter und sehr kurzfristig eine Mammographie angezeigt sein. Es spielt dann keine Rolle, ob schon wieder zwei Jahre verstrichen sind.

Das in Deutschland angebotene Mammographie-Screening-Programm erfüllt die Qualitätsbedingungen der "Europäischen Leitlinien". Das bedeutet unter anderem, dass:

Kosten

Bei einer Screening-Mammographie trägt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten. Privat Versicherte müssen ihren Versicherer fragen, ob die Mammographie-Kosten übernommen werden.

Ablauf

Die Untersuchung findet meist in einer sogenannten Screening-Einheit statt. Solche Einheiten gibt es in ganz Deutschland an vielen Standorten. In ländlichen Regionen kann die Mammographie mitunter in speziell dafür eingerichteten Fahrzeugen erfolgen ("Mammobil") – sie sind ebenso gut ausgestattet wie die stationären Einheiten.

Speziell fortgebildete und erfahrene Ärzte leiten die Screening-Einheiten. Die Untersuchung selbst, also die Röntgenaufnahme der Brust, machen medizinische Röntgen-Fachkräfte, die sich für das Mammographie-Screening-Programm qualifizieren müssen. Ein Gespräch mit einem Arzt ist nicht fester Bestandteil des Screenings. Hat eine Frau offene Fragen, kann sie aber auf Anfrage einen Arzt sprechen.

In den Tagen nach der Untersuchung werten zwei Ärzte unabhängig voneinander die Mammographie-Aufnahmen sorgfältig aus. Finden sie etwas Auffälliges, ziehen sie einen weiteren Spezialisten hinzu. Das Ergebnis der Auswertung erhalten die Frauen meist innerhalb von sieben Werktagen nach der Mammographie, Verzögerungen sind aber möglich.

Der Befund

In den meisten Fällen ergibt die Aufnahme keinen verdächtigen Befund, und die Frau erhält – sollte sie beim letzten Mammographie-Screening nicht älter als 67 Jahre gewesen sein – nach zwei Jahren erneut eine Einladung zur Mammographie.

Wichtig: Während dieser zwei Jahre kann trotzdem Brustkrebs entstehen (sog. Intervallkrebs), sodass die Frau sehr wohl weiterhin auf Veränderungen an ihren Brüsten achten sollte. Zudem kommt es in seltenen Fällen vor, dass die Ärzte Brustkrebs in den Aufnahmen übersehen beziehungsweise dass der Krebs in den Aufnahmen schlicht nicht sichtbar war. Daher gilt: Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt – warten Sie nicht bis zur nächsten regulären Untersuchung!

Mitunter kommt es vor, dass die Ärzte auf den Aufnahmen etwas entdecken, das sie weiter abklären oder beobachten möchten. Liegt ein solcher verdächtiger oder unklarer Befund vor, erhält die Frau erneut eine Einladung und wird, wenn sie einverstanden ist, weiter untersucht, etwa durch nochmaliges Röntgen oder eine Ultraschalluntersuchung. In manchen Fällen kann nur die feingewebliche Untersuchung (Histologie) Auskunft darüber geben, ob der Befund gutartig oder bösartig ist. Hierzu entnimmt der Arzt in örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben aus der Brust (sog. Stanzbiopsie). Speziell geschulte Pathologen untersuchen das Gewebe unter dem Mikroskop und stellen die Diagnose.

Bei fünf von sechs Frauen, bei denen ein auffälliger Befund vorlag, stellt sich heraus, dass kein Grund zur Sorge besteht. Die Mammographie wird dann meist erst nach zwei Jahren wiederholt – also im gleichen Abstand wie nach einem unauffälligen Befund.

Manchmal stellt sich heraus, dass eine bösartige Veränderung, also Krebs oder ein direkter Vorläufer, vorliegt. Der Arzt der Screening-Einheit bespricht dann das weitere Vorgehen (Welche Therapie kommt infrage? Möchte die Frau behandelt werden?) mit der betroffenen Frau und informiert ihren Hausarzt oder Frauenarzt. Oft handelt es bei dem entdeckten Tumor um einen sehr begrenzten Krebs der Milchgänge, das sogenannte duktale Karzinoma in situ (Abkürzung: DCIS). Ein DCIS entwickelt sich nicht zwangsläufig zu einem gefährlichen Tumor weiter. Es sollte aber in der Regel behandelt werden, da nicht vorhersagbar ist, ob es weiter wächst oder nicht.

Vor- und Nachteile

Das Mammographie-Screening hat Vor- und Nachteile, wie die meisten anderen medizinischen Verfahren auch. Um den teilnehmenden Frauen einen möglichst großen Nutzen zu bringen, sollten die Vorteile die Nachteile klar überwiegen. Allerdings kann es von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein, wie groß der Nutzen einer Mammographie ist. Dies liegt daran, dass Frauen mit vielen Risikofaktoren für Brustkrebs im Allgemeinen deutlicher von den Vorteilen des Mammographie-Screenings profitieren als Frauen mit sehr wenigen Risikofaktoren.

Letztlich muss jede Frau die Vor- und Nachteile für sich abwägen und dann entscheiden, ob sie am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen möchte oder nicht.

Mögliche Nachteile:

Mögliche Vorteile:

Konkretes Zahlenbeispiel

Die Initiatoren des Mammographie-Screening-Programms haben ein Zahlenbeispiel erstellt, um die Vor- und Nachteile der Früherkennung mittels Röntgenaufnahme besser veranschaulichen zu können. Die statistischen Werte leiteten sie aus Erfahrungen aus anderen Ländern sowie aus wissenschaftlichen Untersuchungen ab. Wichtiger Hinweis: Im Gespräch mit Ihrem Frauenarzt können Sie den Nutzen der Mammographie für Ihren individuellen Fall erfragen und diskutieren.

Das Beispiel geht von 200 Frauen aus, die 20 Jahre lang jedes zweite Jahr am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen.

Von diesen 200 Frauen

Zahlenbeispiel zum Mammographie-Screening-Programm

Mikrokalk in der Brust

Der sogenannte Mikrokalk stellt einen der beiden Typen von Verkalkungen dar, die in der Brust vorkommen können. Die andere Form heißt Makrokalk. Entscheidend für die Abgrenzung ist die Größe der Partikel: Kalkpartikel in einer Größe unter 0,5 Millimetern zählen zum Mikrokalk.

Es gibt zudem einen deutlichen Unterschied, was die Bedeutung von Makro- oder Mikrokalk in der Brust betrifft: In aller Regel stellen Makroverkalkungen gutartige Befunde dar, während Mikrokalk sowohl bei gutartigen wie auch bösartigen Veränderungen der Brust vorkommt.

Findet sich mittels Mammographie Mikrokalk in der Brust, schätzt der Arzt vor allem anhand zweier Kriterien ab, ob der Mikrokalk eher durch eine gutartige oder eine bösartige Erkrankung entstanden ist:

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mikrokalk durch eine bösartige (maligne) Veränderung entstanden ist, erhöht sich, wenn die Form der Verkalkungen eher vielgestaltig oder linear-verästelt ist und wenn sich der Mikrokalk gruppiert, linear oder segmental verteilt. Letztlich kann nur die feingewebliche Untersuchung (Histologie) einer Gewebeprobe (Biopsie) Klarheit bringen, ob tatsächlich ein bösartiger Befund vorliegt.

Beispiele für Befunde, bei denen der Mikrokalk in der Brust meist gutartig ist:

Außer diesen Merkmalen des Mikrokalks bewertet der Arzt stets auch, wie das übrige und das die Verkalkungen umgebende Brustgewebe aussieht, und bezieht dies mit ein.

Zeigt die Mammographie auffälligen Mikrokalk, kommt – je nachdem, wie wahrscheinlich ein bösartiger Befund ist – eine Gewebeentnahme mittels sogenannter stereotaktischer Vakuumbiopsie infrage oder eine Kontrollmammographie nach 6 Monaten.

Risiken und Komplikationen

Die Strahlenbelastung ist bei einer Mammographie vernachlässigbar gering. Vor allem im Rahmen des Mammographie-Screenings versucht man auf verschiedene Art und Weise, die Strahlenbelastung möglichst niedrig zu halten:

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

      Linktipps:

      • www.mammo-programm.deDie Kooperationsgemeinschaft Mammographie bietet unter anderem Informationen zur Einführung des Mammographie-Screening-Programms in Deutschland sowie zu den gesetzlichen Grundlagen von Krebsfrüherkennungs-Richtlinien.
      • Suche nach Mammographie-Screening-Einheiten
      • Merkblätter der Kooperationsgemeinschaft MammographieDeutschsprachige und nicht-deutschsprachige Merkblätter und Informationen der Kooperationsgemeinschaft Mammographie zum Mammographie-Screening auf Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Russisch und Türkisch.
      • www.krebsinformationsdienst.deDas Deutsche Krebsforschungszentrum beantwortet häufige Fragen zur Mammographie und bietet unter der Telefonnummer 06221 - 42 41 42 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr eine Hotline für Fragen zum Mammographie-Screening.

      Quellen:

      Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2013)

      Weyerstahl, T., Stauber, M.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart, 2013

      Online-Informationen der Kooperationsgemeinschaft Mammographie unter: www.mammo-ich-bin-dabei.de (Abrufdatum: 22.11.2013)

      Informationen zum Mammographie-Screening. Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA), Juni 2010

      Weymayr, C., im Auftrag der Kooperationsgemeinschaft Mammographie: Kennzahlen Mammographie-Screening. (Dokumentation 2010, Version 1.2)

      Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten. Kooperationsgemeinschaft Mammographie, Deutsches Krebsforschungszentrum – Krebsinformationsdienst. 2., aktualisierte Auflage 2009

      Fischer, U.: Röntgenmammographie. Der Radiologe, Ausgabe 8, Jg. 48, S. 785-798, Springer Medizin Verlag (2008)

      Schulz-Wendtland. R. et al.: Aktueller Stand und weitere Perspektiven der digitalen Mammographie. Der Radiologe, Ausgabe 4, Jg. 48, S. 324-334, Springer Medizin Verlag (2008)

      Regierer, A.C., Possinger, K.: Mammakarzinom. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2005

      Kürzl, R.: Evidenzbasierte Missverständnisse beim Mammakarzinom. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 33, pp. A 2387-2390 (3. September 2004)

      Goerke, K., Steller, J., Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie. Urban & Fischer, München 2003

      Stand: 22. November 2013