Narkose

Veröffentlicht von Onmeda-Redaktion

Eine Narkose ist Voraussetzung für manche medizinische Eingriffe. Mit bestimmten Medikamenten sorgt der Arzt dafür, dass der Patient keine Schmerzen empfindet. So kann er etwa eine Operation vornehmen.

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Zuständig für die Narkose ist der Narkosearzt (Anästhesist). Laut Definition steht der Begriff "Narkose" für eine umkehrbare Bewusstlosigkeit und Empfindungslosigkeit (Anästhesie), bei der die Reflexe gedämpft sind und mitunter auch die Muskeln entspannen (Muskelrelaxation). Dann handelt es sich um eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie).

Umgangssprachlich verwenden viele Personen, auch Ärzte, das Wort "Narkose" als Oberbegriff für unterschiedliche Betäubungsarten, die nicht zwangsläufig zur Bewusstlosigkeit führen müssen.

Es gibt zwei grundlegende Formen einer Narkose:

  1. die Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) und
  2. die Regionalanästhesie (etwas missverständlich auch "Teilnarkose" genannt)

Bei der Vollnarkose wird das Bewusstsein für einen bestimmten Zeitraum ausgeschaltet. Vier Kriterien kennzeichnen eine solche Narkose:

Die Regionalanästhesie und eine ihrer Unterformen, die Lokalanästhesie (örtliche Betäubung), sind keine Narkosen im engeren Sinne. Bei ihnen schaltet der Arzt den Schmerz nur regional beziehungsweise örtlich aus, der Patient bleibt bei Bewusstsein. Im Rahmen der Regionalanästhesie wird die Schmerzleitung zwischen dem Ort, wo der Schmerz entsteht (dem Untersuchungs- oder Operationsgebiet), und dem Ort, wo er wahrgenommen wird – dem Gehirn –, vorübergehend unterbrochen.

Dem Arzt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den Schmerz auszuschalten:

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