Sulfadiazin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 21. Dezember 2012)

auch bezeichnet als:
N1-(2-Pyrimidinyl)sulfanilamid; Sulfadiazinum

Welche Wechselwirkungen zeigt Sulfadiazin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Eine Verstärkung der Wirkung von blutgerinnungshemmenden Mitteln (Antikoagulantien), Blutzuckersenkern (Sulfonylharnstoffe), den Harnsäuresenkern Probenecid und Sulfinpyrazon sowie den Schmerzmitteln Indometacin und Phenylbutazon wurde durch eine gleichzeitige Sulfadiazingabe beobachtet. Das gleiche gilt auch für schmerzstillende Salicylate (Acetylsalicylsäure). Eine individuelle Dosisanpassung durch den behandelnden Arzt ist erforderlich.

Weiterhin wird die Aufnahme von Sulfadiazin durch Magensäureschutzmittel (Antazida) reduziert. Außerdem wird Sulfadiazin durch Paraldehyd (ein Schlafmittel) beschleunigt abgebaut. Der Behandlungserfolg muss in diesen Fällen regelmäßig kontrolliert werden.

Zusammen mit Methenamin (Mittel gegen übermäßige Schweißabsonderung) besteht die Gefahr einer Kristallausscheidung im Harn. Mandelsäure führt zu einer Ansäuerung des Urins, damit erhöht sich die Gefahr der Urin-Auskristallisation noch. Bei diesen Patienten sind häufige Urinkontrolluntersuchungen notwendig.

Eine abgeschwächte Wirkung von Sulfadiazin wird durch die örtlichen Betäubungsmittel Procain, Tetracain und Benzocain hervorgerufen. Eine Dosisanpassung durch den Arzt kann erforderlich werden.

Laborexperimentell ergaben sich weitere nicht näher beschriebene Wechselwirkungen zwischen Sulfadiazin und:



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