Roxi­thro­mycin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 01. Oktober 2007)

auch bezeichnet als:
(E)-Erythromycin-9-{O-[(2-methoxyethoxy)methyl]oxim}; Roxithromycinum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Roxi­thro­mycin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Roxi­thro­mycin nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Roxithromycin oder andere Makrolid-Antibiotika darf der Wirkstoff nicht angewendet werden. Auch bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 40 Kilogramm ist die Anwendung von Roxithromycin nicht erlaubt.

Eine Kombination von Roxithromycin mit Ergotamin oder Dihydroergotamin muss unbedingt vermieden werden, da es sonst zu einer übermäßig starken Blutgefäßverengung kommen kann.

Wegen der Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen darf Roxithromycin nicht zusammen mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Pimozid und anderen Wirkstoffen, die die Erregungsrückbildung des Herzmuskels verlängern (Long-QT-Syndrom) verabreicht werden.

Auch Patienten mit Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie, also niedrigem Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut, sowie Patienten mit Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) oder bestehenden Herzrhythmusstörungen sollten Roxithromycin nicht einnehmen, um Herzrhythmusstörungen zu vermeiden. Gleiches gilt für Patienten mit sehr niedrigem Puls oder für Patienten, deren Erregungsrückbildung am Herzen gestört ist. Ist die Behandlung zwingend erforderlich, so darf dies nur unter strenger Kontrolle der Herzfunktion (EKG) durch den behandelnden Arzt erfolgen.

Bei Leberfunktionsstörungen sollte Roxithromycin nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt verabreicht werden. Dabei ist eine engmaschige Kontrolle der Leberwerte erforderlich. Auch bei einer langfristigen Anwendung von Roxithromycin oder bei Behandlung älterer Patienten sollten die Leberwerte sowie zusätzlich die Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft sollte Roxithromycin nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt angewendet werden, da die Unbedenklichkeit einer Anwendung in dieser Zeit noch nicht gezeigt wurde.

Es ist bekannt, dass Roxithromycin in die Muttermilch und damit in den Säugling übergeht. Bei diesem kann es so zu einer Störung der Darmflora kommen, die Durchfall oder eine Darmentzündung durch Sprosspilzbesiedelung zur Folge haben kann. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Sensibilisierung des Säuglings, das heißt, bei einem späteren Kontakt mit Roxithromycin könnte das Kind allergisch auf den Wirkstoff reagieren. Aus diesen Gründen sollte Roxithromycin auch während der Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 Kilogramm dürfen Roxithromycin nicht anwenden.




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