Requip 0,25mg/-0,5mg/1,0mg/-2,0mg/-5mg

Medikament || Quellen (Stand: 24. Oktober 2007)

Hersteller: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Ropinirol
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Anwendungsgebiet in Art und Häufigkeit ihres Auftretens:

Parkinson-Krankheit
Häufige Nebenwirkungen:
Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindel, unwillkürliche Bewegungen, Benommenheit, Übelkeit, Verstopfung, Wassereinlagerungen in den Beinen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutdruckerniedrigung, plötzliches Einschlafen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Verschlechterung von Dyskinesien, niedriger Blutdruck.

Besonderheiten:
Während einer Therapie mit Ropinirol als Einzelwirkstoff können Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, Ohnmachtsneigung, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Sodbrennen, Wassereinlagerungen in den Beinen und Leberreizungen (Anstieg der Leberenzyme) auftreten.

Während einer Therapie mit dem Wirkstoff Ropinirol in Kombination mit Levodopa können Nebenwirkungen wie Übelkeit, unkontrollierbare Bewegungen (Dyskinesien), Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Blutdruckabfall, Leberreizungen sowie extreme Tagesmüdigkeit mit plötzlichem Einschlafen vorkommen.

Aufgrund der massenhaften Anwendung haben sich zusätzliche Nebenwirkungen von Ropirinol wie gesteigerte Geschlechtslust (Libido) und krankhafte Spielsucht gezeigt. Die Häufigkeit dieser möglichen Nebenwirkungen wurde allerdings nicht eindeutig festgestellt.

Krankheitsbild der unruhigen Beine
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Bewegungsstörungen, übermäßige Schläfrigkeit, Übelkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Nervosität, Ohnmacht, Schwindel, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Beinschwellungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Sodbrennen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Verwirrtheit, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung, niedriger Blutdruck, Libido-Steigerung.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Überempfindlichkeit, Delirium, Verfolgungswahn.

Besonderheiten:
Patienten mit schwerwiegenden seelischen Störungen sollten nur mit Ropinirol behandelt werden, wenn der Arzt den möglichen Nutzen über das Risiko stellt. Möglicherweise treten die Antriebskontrollstörungen, einschließlich krankhafter Spielsucht und Übersexualität sowie Steigerung der Libido, wie sie bei Parkinson-Patienten beobachtet wurden, können auch bei der Behandlung der unruhigen Beine auftreten. Diese Störungen sind insbesondere bei hohen Dosen und bei zwanghaftem Verhalten in der Vorgeschichte zu erwarten. Die Patienten sollten vom Arzt und ihren Angehörigen regelmäßig hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten wie krankhafte Spielsucht, krankhaft gesteigerter Geschlechtsdrang, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang beobachtet werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung möglicherweise geändert werden.

Bei Parkinson wurde Ropinirol gelegentlich mit übermäßiger Schläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht. Beim Restless-Legs-Syndrom tritt dies sehr selten auf. Dennoch müssen die Patienten vorsichtig sein, wenn sie während der Behandlung mit Ropinirol ein Kraftfahrzeug führen oder eine Maschine bedienen. Patienten, bei denen übermäßige Schläfrigkeit und/oder plötzliches Einschlafen aufgetreten ist, dürfen kein Kraftfahrzeug führen oder eine Maschine bedienen. Gegebenenfalls muss der Arzt die Dosierung vermindern oder die Behandlung abbrechen.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Mitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit wie zum Beispiel den Dopaminagonisten Selegilin oder Amantadin wird deren Wirkung verstärkt. Eventuell muss die Dosis der anderen Anti-Parkinson-Mittel angepasst werden. Insbesondere bei Selegilin darf die Tagesdosis von maximal zehn Milligramm nicht überschritten werden.

Bei Mitteln gegen übermäßige Magensäure wie Cimetidin kann sich bei gleichzeitiger Gabe die nierenschädigende Wirkung dieser Wirkstoffe erhöhen.

Die Wirkstoffe Dopamin, Noradrenalin oder Adrenalin, Antidepressiva wie Desipramin, Maprotilin, Venlafaxin, Kreislaufmittel und blutdrucksenkende Wirkstoffe (Antihypertensiva) sollten zusammen mit Ropinirol nur mit ärztlicher Vorsicht und unter seiner Beobachtung angewendet werden.

Bekommen Patienten bereits blutverdünnende Wirkstoffe wie Warfarin, sollte die Blutungszeit unter zusätzlicher Ropinirol-Therapie sorgfältig vom Arzt kontrolliert werden.

Eisenpräparate dürfen nur in einem Abstand von mindestens zwei Stunden von einer Ropinirol-Gabe eingenommen werden. Sonst kann es zu einer Wirkungsabschwächung des Parkinsonmittels durch Eisenkomplexe kommen.

Die gleichzeitige Gabe von Östrogenen (bei Einnahme der "Pille" oder einer Hormontherapie in den Wechseljahren) kann die Wirkung von Ropinirol verstärken. Falls die Hormontherapie weitergeführt werden muss, wird der Arzt die Ropinirol-Dosis anpassen.

Das Magenmittel Domperidon lindert gegebenenfalls auftretende Übelkeit. Hingegen sollten Metoclopramid (auch gegen Übelkeit), genau wie Neuroleptika und andere im Gehirn wirksame Dopamin-Antagonisten (beispielsweise Sulpirid) nicht während der Ropinirol-Behandlung verwendet werden, weil sie die Wirksamkeit des letzteren vermindern.

Wirkstoffe wie die Antibiotika Ciprofloxacin, Enoxacin oder Fluvoxamin behindern den Abbau von Ropinirol im Körper. Bei Kombination der Wirkstoffe muss der Arzt daher die Ropinirol-Dosierung anpassen. Gleiches gilt bei Ende der Antibiotika-Therapie.

Rauchen beschleunigt den Abbau von Ropinirol und vermindert dessen Wirkung. Daher kann bei Patienten, die während der Behandlung mit Ropinirol mit dem Rauchen anfangen oder aufhören, eine Dosisanpassung durch den Arzt erforderlich sein.




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