Entacapon-neuraxpharm 200 mg Filmtabletten

Medikament || Quellen (Stand: 01. Januar 2001)

Hersteller: neuraxpharm Arzneimittel GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Entacapon
Darreichungsform: Filmtabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Gegenanzeigen

Der Wirkstoff darf nicht eingesetzt werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Entacapon besteht, sowie bei Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor in der Nebenniere (Phäochromozytom) oder schweren Leberfunktionsstörungen.

Hat der Patient in der Vergangenheit einmal auf psychisch wirksame Mittel wie Neuroleptika allergische Reaktionen wie Fieber, Bewusstlosigkeit, Schock oder Herzinsuffizienz gezeigt, darf der Wirkstoff ebenfalls nicht gegeben werden.

Muss der Patient schon MAO-Hemmer wie beispielsweise Selegilin zur Förderung der Beweglichkeit einnehmen, muss die Dosis der anderen Anti-Parkinson-Mittel angepasst werden.

Entacapon kann einen durch Levodopa verursachten niederen Blutdruck (Hypotonie) verstärken und ist daher bei Patienten mit dieser Erkrankung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt anzuwenden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In Schwangerschaft und Stillzeit darf Entacapon nicht eingenommen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff ist für Kinder nicht zugelassen.

Warnhinweise

  • Während der Behandlung kann es zu Tagesmüdigkeit und plötzlichem Einschlafen kommen, was Autofahren und das Führen von Maschinen gefährlich macht.
  • Bei Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen und Halluzinationen), insbesondere in den ersten Tagen bis Wochen nach Therapiebeginn, wird der Arzt die Dosis verringern.
  • Wird die Behandlung mit dem Medikament beendet, muss die Dosierung anderer Parkinson-Mittel angepasst werden, um die Beschwerden ausreichend zu lindern.
  • Bei Auftreten von krankhafter Spielsucht, gesteigertem Geschlechtsdrang, zwanghaftem Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang wird der Arzt die Behandlung überdenken.
  • Die Eigenfarbe des Wirkstoffs kann zu einer harmlosen Orangefärbung des Urins führen.
  • Anhaltender Durchfall kann eine Zeichen für Dickdarmentzündung sein. Es ist ein Arzt zu befragen.
  • Um Wirkungsverminderungen zu vermeiden, muss das Medikament im Abstand von mindestens zwei bis drei Stunden von Eisenpräparaten eingenommen werden.
  • Nach Anbruch sind die Tabletten noch sechs Monate haltbar.
  • Das Medikament darf nur in Kombination mit Levodopa + Benserazid oder Levodopa + Carbidopa angewendet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.




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