Bekunis Dragees Bisacodyl 5mg

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 17.12.2007

Hersteller: roha arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Bisacodyl
Darreichnungsform: Dragee

Rezeptfrei

Wirkung

Bekunis Dragees Bisacodyl 5mg enthalten den Wirkstoff Bisacodyl.

 

Der Wirkstoff Bisacodyl wird sowohl bei Verstopfung angewendet als auch bei Krankheiten, die eine leichtere Darmentleerung erfordern wie beispielsweise Hämorrhoiden. Er erweicht den Stuhl und fördert die Darmentleerung.

Bisacodyl kann ebenso zur Darmentleerung im Rahmen der Vorbereitung auf eine Darmoperation oder -untersuchung eingesetzt werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Bisacodyl sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Abführmittel, zu welcher der Wirkstoff Bisacodyl gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Verstopfung

Dosierung

Vor dem Schlafengehen werden ein bis zwei Dragees (entsprechend fünf bis zehn Milligramm Bisacodyl) unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Lactose
  • Maisstärke
  • Aromastoffe (natürlich)
  • Calciumcarbonat
  • Cellacefat
  • Dextrin
  • Farbstoffe E 104, E 110, E 171
  • Gelantine
  • Glucosesirup
  • Montanglycolwachs
  • Rizinusöl
  • Saccharose
  • Siliciumdioxid
  • Stearinsäure
  • Talkum

Nebenwirkungen

 

Häufige Nebenwirkungen:
Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Erbrechen, Blutbeimengung im Stuhl, Bauchbeschwerden, Beschwerden im Bereich den Enddarms und Afters, Schwindel.

Seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit.
allergischer Schock, Blutgefäßschwellungen, Austrocknung, Dickdarmentzündung, Ohnmacht.

Besonderheiten:
Bei unsachgemäßer Anwendung von Bisacodyl (zu lange und zu hoch dosiert) kann es zum Verlust von Wasser, Kalium und anderen Mineralien kommen. Dies kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Entwässungsmitteln (Diuretika) und Glukokortikoiden. Die Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden kann verstärkt werden.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Enwässerungsmitteln (Diuretika) oder Glukokortikoiden kann bei übermäßigem Gebrauch von Bisacodyl das Risiko von Entgleisungen des Mineralhaushalts im Körper erhöhen. Dies kann eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden zur Folge haben.

Wird Bisacodyl eingenommen, dürfen Milch und säurebindende Mittel (Antazida) erst eine halbe Stunde nach der Einnahme von Bisacodyl getrunken oder angewendet werden, um die Bisacodyl-Wirkung nicht abzuschwächen. Für Bisacodyl in Form von Zäpfchen gilt diese Regel nicht.

Gegenanzeigen

Bisacodyl darf nicht angewendet werden bei

  • Überempfindlichkeit gegen der Wirkstoff
  • Darmverschluss
  • Anzeichen einer schweren Darmerkrankung wie krampfartigen Bauchschmerzen und eventuell begleitender Übelkeit und Erbrechen. Bei solchen Beschwerden ist sofortiges ärztliches Eingreifen notwendig.
  • akuten entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, wie einer Blinddarmentzündung
  • Störungen des Wasser- und Mineralsalzgleichgewichtes.

Nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen Arzt und unter seiner Kontrolle darf Bisacodyl angewendet werden bei

  • chronischer Darmträgheit, da längere Anwendung das Leiden verstärken kann
  • älteren Personen oder Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, weil beide ein besonderes Risiko für Austrocknung haben, wie sie durch vermehrte Entleerung flüssigen Stuhls ausgelöst werden kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Seit der Einführung von Bisacodyl im Jahre 1952 sind keine unerwünschten oder schädigenden Effekte während der Schwangerschaft bekannt geworden. Allerdings wurden keine klinischen Studien dazu durchgeführt. Bisacodyl sollte deswegen während der Schwangerschaft nur auf ärztlichen Rat angewendet werden.

Weder Bisacodyl noch eines seiner Abbauprodukte im Körper geht in die Muttermilch über. Der Wirkstoff kann daher während der Stillzeit unbedenklich angewendet werden.

 

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bisacodyl darf nicht bei Kindern unter zwei Jahren angewendet werden. Die Dosierung hat bei Kindern altersabhängig zu erfolgen.

Warnhinweise

  • Kommt es zu Bauchkrämpfen, kann Autofahren oder das Bedienen von Maschinen durch Schwindel oder Ohnmacht gefährlich sein.
  • Das Medikament ist nur zur kurzfristigen (bis zu einer Woche) Anwendung gedacht.
  • Bei Überdosierung sind krampfartige Bauchschmerzen und Durchfälle möglich.
  • Bei Durchfall durch Überdosierung müssen die Wasser- und Salzverluste ausgeglichen werden.
  • Bei längerer Anwendung als vorgesehen kann der Darm noch träger werden.
  • Bei der Einnahme des Medikaments sollte auf gleichzeitigen Milchgenuss verzichtet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

 

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Dragees)
45 Stück Dragees
5 Milligramm Bisacodyl
80 Stück Dragees
5 Milligramm Bisacodyl
200 Stück Dragees
5 Milligramm Bisacodyl
10 Stück Dragees
5 Milligramm Bisacodyl

 

Vergleichbare Medikamente

 

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Bekunis Dragees Bisacodyl 5mg sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Bisacodyl (ggf. auch Generika).

 
Medikament
Darreichungsform
magensaft­resistente Tabletten
Zäpfchen (Suppositorien)
Laxagetten-CT 5 mg Abführtabletten
magensaft­resistente Tabletten
Zäpfchen (Suppositorien)
magensaft­resistente Tabletten

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.