Acarbose dura 50mg/ -100mg Tabletten

Medikament || Quellen (Stand: 19. Oktober 2010)

Hersteller: Mylan dura GmbH
Wirkstoff: Acarbose
Darreichungsform: Tabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Blähungen, Darmgeräusche

Häufige Nebenwirkungen:
Bauchschmerzen, Durchfall

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Übelkeit

Seltene Nebenwirkungen:
Anstieg der Leberenzyme

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Verstopfung, Darmverschluss und Darmbewegungseinschränkung (Subileus ), Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautbläschen, Rötung, Ausschlag, juckender Nesselausschlag), Gelbsucht und/oder Leberentzündung und damit verbundene Leberschäden, Wassereinlagerungen vorwiegend im Bereich der Beine

Besonderheiten:
Bei der Behandlung mit Acarbose gelangen unverdaute Kohlenhydrate in tiefere Darmabschnitte. Im Dickdarm werden solche Kohlenhydrate durch dort vorhandene Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen unter anderem organische Säuren und Gase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserstoff. Diese Abbauprodukte sind für die wesentlichen Nebenwirkungen der Acarbose verantwortlich. Diese treten besonders zu Beginn einer Behandlung mit Acarbose auf. Durch eine allmähliche Aktivitätssteigerung der a-Glukosidasen im Dünndarm während der ersten Behandlungswochen gelangen schließlich weniger unverdaute Kohlenhydrate in den Dickdarm. Auch eine zuckerarme Ernährung hilft, die genannten Beschwerden zu vermeiden.

In Japan wurden einzelne Fälle von bedrohlichem Leberversagen beobachtet, wobei der Zusammenhang mit der Einnahme von Acarbose unklar ist.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Cholestyramin (Gallemittel), säurebindenden Mitteln (Antazida), Verdauungsenzymen oder adsorbierenden Stoffen wie beispielsweise medizinischen Kohletabletten kann die Wirksamkeit von Acarbose vermindern.

Andere Mittel bei Diabetes mellitus (wie beispielweise Insulin, Metformin oder Sulfonylharnstoffe und Abkömmlinge) können in ihrer Wirkung unter Acarbosebehandlung derartig verstärkt werden, dass Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auftreten können. Zum schnellen Ausgleich der Unterzuckerung kommt nur Traubenzucker in Frage. Haushaltszucker ist wegen der verzögerten Zuckeraufspaltung im Darm unter Acarbose für einen schnellen Ausgleich ungeeignet.

Die Aufnahme des herzwirksamen Glykosids Digoxin aus dem Darm und damit dessen Wirkung kann durch Acarbose verringert werden.

Haushaltszucker (Rohrzucker oder auch Saccharose) und Nahrungsmittel mit diesem Zucker können Durchfall und Darmbeschwerden wie schmerzhafte Blähungen etc. verursachen.




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