Harninkontinenz

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Blasenschwäche; Harnverlust, unwillkürlicher; Inkontinenz; unwillkürlicher Harnverlust

Harninkontinenz ist der ungewollte, unkontrollierbare Abgang von Harn (Urin). Der Harn geht dabei entweder ständig oder nur in bestimmten Situationen tröpfchenweise (Harnträufeln) ab. Werden in bestimmten Situationen größere Mengen Urin verloren, spricht man vom Einnässen (Enuresis). Die Harninkontinenz, auch als Blasenschwäche bekannt, ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern meist ein Symptom für eine zugrunde liegende Erkrankung der Harnblase oder der Harnröhre.

Frauen leiden häufiger unter Harninkontinenz als Männer. Schätzungsweise 10 bis 20 Prozent sind mehr oder weniger regelmäßig davon betroffen. Dabei tritt die Blasenschwäche nicht nur bei älteren Frauen auf, sondern auch bei jungen, besonders nach einer Schwangerschaft. Bei Männern macht sich Harninkontinenz meist erst in einem fortgeschrittenen Lebensalter bemerkbar.

Bei der Harninkontinenz ist der Leidensdruck für die Betroffenen im Allgemeinen sehr hoch. Aus Angst davor, es nicht rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen, gewöhnen sich die Betroffenen ungünstige Verhaltensweisen an. Diese führen im Laufe der Zeit nicht selten zum vollständigen Verlust der Kontrolle über die Blasenentleerung. In solchen Fällen steigt die psychische und soziale Belastung immens an. Den Betroffenen fällt es aus Scham sehr schwer, mit anderen über das Problem zu reden. Viele glauben, sie müssten sich mit ihrem Leiden abfinden, da es keine Möglichkeiten gäbe, etwas dagegen zu tun. Doch das ist nicht der Fall.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Sobald ungewollter Abgang von Urin oder unwillkürlicher Harnverlust gehäuft auftreten, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Auch Kinder, die mit fünf Jahren noch nicht „trocken“ sind, sollten dem Arzt vorgestellt werden. Eventuell liegen körperliche Ursachen zugrunde. Diese können nur von einem Facharzt abgeklärt werden.




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