Grippe

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 20. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Influenza; Virusgrippe

Die Grippe ist eine ansteckende Viruserkrankung. Sie wird durch Grippeviren (Influenzaviren) verursacht und kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich verlaufen. Ein milder Verlauf ist ebenso möglich wie eine gefährliche, lebensbedrohende Grippeerkrankung. Da auch eine Erkältung (grippaler Infekt) in der Mehrzahl durch Viren wie die Rhino-, Adeno- Influenza- und Parainfluenzaviren verursacht ist, ähneln sich anfangs die Beschwerden bei einer Erkältung und einer Grippe.

Verlauf:
Einige Stunden bis wenige Tage nach der Ansteckung (Inkubationszeit) beginnt die Grippe meist plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Augenschmerzen und Appetitlosigkeit. Die Erkrankung verursacht ein starkes Krankheitsgefühl.

Nach ein bis zwei Tagen entzünden sich die Atemwege. Hierbei können der Kehlkopf (Laryngitis), die Bronchien (akute Bronchitis) und seltener die Lunge (Lungenentzündung) betroffen sein. Die Entzündung der Atemwege wird meist von Schnupfen und einem trockenen Husten, dem so genannten Reizhusten, begleitet.

Abwehrgeschwächte Patienten sind besonders gefährdet, durch zusätzliche andere Keime (Superinfektion) an einer schweren Lungenentzündung, einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder einer Entzündung der Ohren zu erkranken. Das betrifft vor allem ältere Menschen, HIV- oder Krebspatienten, Patienten in einer Chemotherapie und Schwangere. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Entzündung des Herzmuskels, der Hirnhäute, des Gehirns oder des Nervensystems kommen.

In der Regel klingen die Grippesymptome nach etwa sieben Tagen wieder ab und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Trotzdem sterben jedes Jahr allein in Deutschland zwischen 5.000 und 8.000 Menschen an der Grippe. Eine Ausnahme bildete das Jahr 2004. Hier zählten Experten etwa 20.000 Todesfälle nach Grippe-Infektionen.

Die höchste Zahl der Grippefälle (Grippewelle) findet sich in den Wintermonaten, vor allem im Januar und Februar.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn nach zwei Tagen die Beschwerden nicht abgenommen haben. Das ist ebenso geboten, wenn das Fieber auf über 39 Grad steigt. Heftige Atembeschwerden, Ohren- oder Halsschmerzen sowie eitriger Auswurf sind weitere Gründe, unverzüglich einen Arzt zu kontaktieren.




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