Gastritis

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 25. November 2013)

auch bezeichnet als:
Entzündung der Magenschleimhaut; Magenschleimhaut-Entzündung; Magenschleimhautentzündung

Das können Sie selbst tun

Es gibt keine spezielle Diät oder Lebensweise, um einer Magenschleimhaut-Entzündung vorzubeugen. Dennoch kann eine Ernährungsumstellung das Risiko einer solchen Entzündung verringern. Grundsätzlich empfiehlt es sich:
  • Übergewicht zu vermeiden sowie alle den Magen reizenden Speisen und Getränke wegzulassen. Zum Beispiel: sehr scharfes und heißes Essen, fettreiche Stoffe wie Schokolade, Zucker, Alkohol und Kaffee.
  • Stress abzubauen
  • auf Nikotin zu verzichten, weil Rauchen die Magenschleimhaut angreift.
  • nicht regelmäßig Schmerzmittel einzunehmen, die als Nebenwirkung mit einer Magenschleimhautschädigung einhergehen können. Solche Medikamente sind beispielsweise Wirkstoffe aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure. Ihr Arzt kann Ihnen stattdessen andere Wirkstoffe verschreiben oder empfehlen.
Bei der akuten Gastritis ist es sinnvoll, ein bis zwei Tage Bettruhe zu halten. Fasten oder Schonkost beruhigen die Magenschmerzen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große.

Tees, Tropfen oder Tabletten mit Wirkstoffen aus der Kamille, Schafgarbenkraut oder Süßholzwurzel wirken entzündungshemmend und krampflösend. Auch Tees aus Pfefferminze oder Melisse wirken magenberuhigend. Das Gleiche gilt für Heilerde.

Säureneutralisierende Wirkstoffe (so genannte Antazida) wie zum Beispiel Almasilat, Carbaldrat, Magaldrat, Hydrotalcid, Magnesiumperoxid und Magnesiumcarbonat, schützen die erkrankte Schleimhaut und fördern so das Abheilen einer Entzündung. Als Wirkstoffkombinationen stehen zur Verfügung:Die Kautabletten oder Beutel mit Suspensionen sollten eine Stunde nach dem Essen und vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Gegen Magenkrämpfe helfen krampflösende Medikamente, so genannte Spasmolytika, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Butylscopolamin, in Form von Tabletten oder Zäpfchen.

Gegen Magenkrämpfe helfen auch heiße Leibauflagen mit Moor, Heilerde, eine Wärmflasche oder ein erwärmter Leinensack mit Heublumen.

Patienten mit einem empfindlichen Magen sollten magenreizende Medikamente wie Acetylsalicylsäure meiden. Statt Acetylsalicylsäure sollten Sie bei Schmerzen lieber Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol einnehmen.

Hilfreich ist es außerdem, Stress zu vermeiden und Entspannungstechniken zu lernen. Besonders geeignet sind Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und Yoga.

Wann zum Arzt?

Wer mehrere der genannten Symptome einer akuten Gastritis an sich beobachtet, sollte einen Arzt aufsuchen. Auch bei häufigem Sodbrennen und Aufstoßen ist der Arztbesuch ratsam, da diese Beschwerden ein Hinweis auf eine Übersäuerung des Magens sein können.

Bei starken Schmerzen, druckempfindlichem Oberbauch und Blut im Stuhl oder Blut-Erbrechen ist sofort ein Arzt zu konsultieren. Blutiger Stuhl ist unter Umständen die Folge eines Magengeschwürs oder Magendurchbruchs.

Eingerissene Mundwinkel, trockene Haut, Blässe, Müdigkeit und Leistungsverlust könnten Hinweise auf eine Blutarmut infolge einer Magenschleimhautentzündung sein. In diesem Fall sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Gesellt sich Fieber zu Magenbeschwerden, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig. Das gleiche gilt auch für Schmerzen nach dem Essen sowie andauernde Übelkeit, ständigen Brechreiz und wiederholtes Erbrechen.




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