Angina pectoris

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 17. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Brustenge; Herzenge; Stenokardie

Das können Sie selbst tun

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung oder Bekämpfung der Angina pectoris ist eine gesunde Lebensweise, denn diese verlangsamt den Prozess der Arteriosklerose und wirkt der Verengung der Herzkranzgefäße entgegen. Folgende Maßnahmen können getroffen werden, um das Fortschreiten einer Gefäßverengung zu verlangsamen:
  • fettarme Ernährung
  • regelmäßige Bewegung
  • Gewichtsnormalisierung bei Übergewicht
  • Stress-Minderung
  • Verzicht auf Nikotin.
Diabetiker und Bluthochdruckpatienten sollten darüber hinaus den Anweisungen des Arztes genau folgen und regelmäßig den Blutzuckerspiegel beziehungsweise den Blutdruck kontrollieren lassen.

Acetylsalicylsäure (ASS) verhindert das Verklumpen der Blutplättchen. Umgangssprachlich wird es daher auch als "Blutverdünner" bezeichnet. Unter Umständen kann der Wirkstoff bei Angina pectoris sinnvoll angewendet werden. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Weitere Wirkstoffe, die unterstützend bei Angina pectoris eingesetzt werden können, sind Orotsäure, Pangamsäure und Moxaverinhydrochlorid. Betroffene sollten Medikamente mit diesen Wirkstoffen aber erst nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Auch aus der Pflanzenheilkunde gibt es Wirkstoffe, die Angina pectoris Anfällen vorzubeugen. Dazu gehören unter anderem Extrakte aus Weißdorn (Crataegus oxyacantha), Bergwohlverleih (Arnica montana), Khella (Ammi visnaga) und Strophantus. Diese können als Tee, Tropfen oder Kapseln eingenommen werden. Unterrichten Sie aber in jedem Fall Ihren behandelnden Arzt über diese zusätzlichen Therapeutika.

Das körperliche Training in einer Koronarsportgruppe unter Anleitung gilt als empfehlenswert. Zusätzlich helfen Maßnahmen zur Stressbewältigung wie Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation und Yoga.

Sollte der Arzt bei Ihnen eine Angina pectoris diagnostiziert haben, so ist es von größter Wichtigkeit, dass Sie bedarfsmäßige Notfallmedikamente immer bei sich tragen.

Wann zum Arzt?

Ein Arzt sollte in jedem Fall konsultiert werden, wenn unter Belastung wiederholt Herz- oder Brustschmerzen auftreten, auch wenn diese nach der Anstrengung wieder verschwinden.

Dasselbe gilt für Schmerzen in den Armen (oft der linke Arm), Bauch- und Unterkieferschmerzen. Frauen sollten außerdem auf Zeichen von Müdigkeit und Kurzatmigkeit achten.

Ebenfalls eine ärztliche Kontrolle erfordern Atemnot bei Belastung und spürbare Rhythmusstörungen des Herzens wie Extraschläge oder Aussetzer. Dies können Vorboten einer Angina pectoris sein.

Treten die Symptome bereits in Ruhe oder bei kleinsten Anstrengungen oder eventuell mehrmals am Tag auf, so ist die Situation lebensbedrohlich. Ein Arzt muss dann unverzüglich aufgesucht werden, um einen drohenden Herzinfarkt zu verhindern.




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