Angina pectoris

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 17. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Brustenge; Herzenge; Stenokardie

Das kann der Arzt tun

Da die Ursache der Angina pectoris, die Arteriosklerose, medikamentös nur schlecht therapierbar ist, wird der Arzt im Falle einer vorbeugenden oder chronischen Behandlung zunächst die Risikofaktoren bekämpfen und darüber hinaus Strategien für eine gesündere Lebensweise mit dem Patienten entwickeln. Neben der bereits beschriebenen Acetylsalicylsäure (siehe "Das können Sie tun") stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:Sind die Herzkranzgefäße schon stark eingeengt, kann ein operatives Aufdehnen der Gefäße die Durchblutung des Herzmuskels sichern. Eventuell wird dies gleich mit dem Einbau eines kleinen Stents verbunden, der das aufgedehnte Herzkranzgefäß von innen abstützt. Nach einem derartigen Eingriff wird meist zeitlich begrenzt der Einsatz des blutverdünnenden Wirkstoffs Clopidogrel erforderlich. Wie lange der Wirkstoff eingenommen werden muss, hängt dabei auch von der Art des verwendeten Stents ab. Bei beschichteten Stents wird oft eine Einnahmedauer von neun Monaten zusätzlich zu niedrig dosierter Acetylsalicylsäure empfohlen.

Beim akuten Koronar-Syndrom kann auch die Behandlung mit Heparinen wie Enoxaparin-Natrium zur Blutverdünnung erforderlich werden.

Ist die Aufdehnung der Gefäße nicht möglich, wird durch eine Bypass-Operation eine Arterie oder Vene eingesetzt, um den verstopften Bereich zu überbrücken und die Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur zu gewährleisten.




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