Zahnprophylaxe beim Kind: Zähneputzen bei Kindern

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2014)

Schon im Alter von sechs bis neun Monaten, also ab dem Durchbruch der Milchzähne, sollten Eltern damit beginnen, die Zähne des Kindes regelmäßig von den weichen Belägen zu befreien, die sich durch die eventuell gesüßte, breiige Kindernahrung an den Zähnen ablagern. Bald wollen Kinder auch selbstständig ihre Zähne putzen. Mindestens bis zum Schulalter ist es wichtig, dass die Eltern die Zähne anschließend noch einmal nachputzen. Sie sollten zudem das Zähneputzen ihrer Kinder beobachten und gegebenenfalls Tipps geben, wie es besser funktioniert.

Es ist sehr wichtig, dass Eltern ihrem Kind schon in den frühen Lebensjahren die Bedeutung der Zahnpflege und Mundhygiene erklären. In dieser Zeit wird der Grundstein für zukünftiges Zahnpflegeverhalten gelegt. Gerade für Kleinkinder gibt es viele Informationen wie Bücher und Kassetten, die dem Kind die Bedeutung der richtigen Zahnpflege vermitteln, indem sie beispielsweise spielerisch die Entstehung von Karies beschreiben.

Kinderzahnbürste

Eine Kinderzahnbürste sollte folgende Eigenschaften haben:

  • rutschfester Griff, den die Eltern bzw. später das Kind gut umfassen können
  • kurzer, abgerundeter Bürstenkopf
  • weiche, abgerundete Borsten
  • eventuell farbige Aufdrucke, die den spielerischen Gebrauch nahebringen

Tipp: Für einige Kinder ist – gerade in der Anfangszeit – eine elektrische Zahnbürste die bessere Alternative, da sie wesentlich einfacher zu bedienen ist als eine Handzahnbürste. Den Umgang mit einer Handzahnbürste sollte allerdings möglichst jedes Kind erlernen.

Kinderzahnpasta

Kinder sollten immer eine spezielle Kinderzahnpasta verwenden. Wichtig ist hier vor allem der Fluorid-Gehalt. Fluoride gehören zu den natürlichen Bausteinen des Körpers, die an Knochenbildung und Wachstum maßgeblich beteiligt sind. Bezüglich der Kariesprophylaxe hat sich herausgestellt, dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Fluoriden die Häufigkeit von Karies deutlich mindert.

Die Wirkungen von Fluoriden sind in diesem Zusammenhang:

  • Unterstützung der Remineralisation des Zahnschmelzes nach einem Säureangriff. Das wirkt der Bildung von Löchern entgegen.
  • Hemmung des Bakterienstoffwechsels und damit auch der Produktion von zahnschmelzschädigenden Säuren

Eine ausreichende Fluoridzufuhr ist somit eine wirksame Methode der Kariesprophylaxe beim Kind. Da die tägliche Fluoridaufnahme über Trinkwasser und Nahrung für einen wirksamen Kariesschutz nicht ausreichend ist, muss dem Körper zusätzliches Fluorid zugeführt werden. Eine Möglichkeit der Fluoridaufnahme ist die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta.

Der Unterschied zwischen einer Kinderzahnpasta und einer herkömmlichen Zahnpasta besteht darin, dass bei Pasten für Kinder die Fluorid-Konzentration dem jeweiligen Alter angepasst ist. In der ersten Zeit verschlucken Kinder noch den Großteil der Zahnpasta. Bis zu einem Alter von etwa zwei Jahren empfehlen Zahnärzte daher, nur einmal täglich mit einer etwa erbsengroßen Menge Zahnpasta die Zähne zu putzen. Ab dem 2. Geburtstag sollten die Zähne zweimal täglich geputzt werden.

Damit das Kind nicht zu viel Fluorid auf einmal aufnimmt, enthält Kinderzahnpasta maximal 500 ppm Fluorid. Ab dem Schulalter können Kinder Zahncreme für Erwachsene mit 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid verwenden.

Zahnärzte empfehlen, keine Kinderzahnpasta mit Frucht- oder Bonbon-Geschmack zu wählen, da dies das Kind dazu verleiten könnte, größere Mengen Zahnpasta zu verschlucken.


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