Zahnprophylaxe beim Kind: Ernährungsverhalten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2014)

Gerade das Thema Süßigkeiten ist ein sehr wichtiger, aber auch schwieriger Punkt bei der zahngesunden Ernährung von Kindern. Dabei geht es jedoch nicht darum, den Kindern generell Süßes zu verbieten, weil dies oftmals die Gefahr erhöht, dass sie heimlich naschen. Es ist ausreichend, den Kindern einige einfache Regeln bezüglich Süßem und Naschen zu erklären.

Süßigkeiten-Regeln:

  • nach dem Frühstück Zähne putzen
  • zuckerfreier Vormittag
  • nachmittags nicht ständig naschen – lieber eine etwas größere Portion als viele kleine Portionen über einen längeren Zeitraum verteilt
  • nach dem abendlichen Zähneputzen keine zuckerhaltigen Getränke und Lebensmittel mehr verzehren

Weitere Tipps für die Eltern

  • Geben Sie Ihrem Kind am besten schon im Babyalter ungesüßte Kost, damit es sich nicht gleich an einen süßen Geschmack gewöhnt.
  • Verwenden Sie für die Flaschenernährung keine zuckerhaltigen Getränke (z.B. Instant-Tees).
  • Viele Lebensmittel enthalten versteckte Zucker: Bananen, Säfte, Joghurt, Müsli, Produkte mit Honig – auch Ketchup und Chips sind zahnschädigend.
  • Kaugummikauen nach Mahlzeiten unterstützt die mechanische Reinigung der Zähne und fördert den positiv wirkenden Speichelfluss – achten Sie dabei darauf, dass es sich um ein zuckerfreies Kaugummi handelt.
  • Lieber ab und zu Süßigkeiten in einer größeren Portion erlauben und danach das Kind die Zähne putzen lassen – hier und da viele kleinere Portionen zuckerhaltige Lebensmittel schädigen über einen längeren Zeitraum die Zähne.
  • Auch süße Riegel oder Schokoladen enthalten viel Zucker. Überprüfen Sie daher den Zuckergehalt immer auf den Packungsangaben.
  • Produkte mit der Aufschrift "ohne Zuckerzusatz" können ebenfalls Zucker enthalten (z.B. der natürliche Zuckergehalt in Fruchtsäften)!
  • Zahnfreundliche Süßigkeiten tragen das "Zahnmännchen mit Schirm"-Logo auf der Verpackung.
  • Achtung auch bei sauren Obstsorten: Der übermäßige Verzehr kann den Zahnschmelz angreifen. Um einen Abrieb des angegriffenen Zahnschmelzes durch die Zahnbürste zu vermeiden, sollte Ihr Kind die Zähne nicht direkt nach dem Verzehr putzen. Nach dem Genuss von Obst und Fruchtsäften ist es ratsam, den Mund zunächst mit Wasser auszuspülen und erst nach etwa einer halben Stunde die Zähne zu putzen, damit der Speichel die Säure auf natürlichem Weg neutralisieren kann.

Fluoridierung

In der Regel werden die Kinderzähne ausreichend mit Fluorid versorgt, etwa durch fluoridhaltige Kinderzahnpasta und fluoridiertes Speisesalz. Sprechen Sie trotzdem geeignete Maßnahmen zur Fluoridierung mit Ihrem Zahnarzt ab. Er kann ab einem bestimmten Alter Ihres Kindes auch zusätzlich hochkonzentrierte Fluoridgelees oder Fluoridlacke verschreiben. Auch ist in Absprache mit dem Zahnarzt die Behandlung mit Fluorid-Lutschtabletten in manchen Fällen sinnvoll.


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