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Zahnpflege und Mundhygiene

Zahnpasta

Stand: 29. Juli 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Zahnpasta

Fast alle Zahnpasten im Handel sind heute aus zahnmedizinischer Sicht zumindest unbedenklich. Eine gute Zahnpasta sollte folgende Inhaltsstoffe haben:


  • Fluoride: Durch das Mineral wird der Zahnschmelz gefestigt und widerstandsfähiger gegen den Angriff von Säuren.
  • Schleifkörper mild bis normal abrasiv (abschabend) zur Belagentfernung. Die kleinen Kügelchen in der Paste entfernen gefärbte Belege, haben aber immer auch einen gewissen Abrieb an Zahnhartsubstanz zur Folge. Vor allem Zahnpasten, welche die Zähne "weiß und glänzend" machen sollen, sind in der Regel abrasiver. Eine gute Zahnpasta sollte aufgrund der enthaltenen Schleifkörper weder Zahnschmelz, noch Zahnbein oder im Mund befindliche Kunststoffe oder Metalle angreifen.
  • Zusätze von antibakteriellen oder zahnhärtenden Wirkstoffen. Mit Chlorhexidin, Amin- und Zinnfluoridlösungen können die Mineralisierung der Zähne verbessert und zahnschädigende Bakterien für begrenzte Zeit verringert werden.
  • Tenside (schaumbildende Substanzen) sorgen dafür, dass die Inhaltsstoffe beim Putzen überall hin gelangen können. Darüber hinaus fördern sie die Entfernung von Plaque. Der Anteil an Tensiden sollte zwei Prozent der Zahnpastamenge nicht überschreiten.
  • Geschmack ist auch bei einer Zahnpasta ein wichtiges Kriterium. Hier zählen nur die persönlichen Vorlieben.

Alternativen und Ergänzungen

"Zahnschmelzaufbauende" Zahnpasta

Spezielle Zahnpasten oder Zahnpflegeprodukte werben damit, den Zahnschmelz wieder aufbauen zu können. Doch kann man mithilfe einer Zahnpasta tatsächlich den Zahnschmelz wieder "draufputzen"? Das soll möglich sein, indem die Zahnpasta eine Wirkstoffkombi enthält, die ähnlich auch ihm echten Zahnschmelz vorkommt: Zinkkarbonat-Hydroxylapatit. Winzige Defekte im Zahnschmelz sollen so ausgebessert werden können und ausgleichen, dass der Körper beschädigten Zahnschmelz nicht nachbilden kann. Im Prinzip eine gute Idee – aussagekräftige Studien, die belegen, dass dies auch tatsächlich am echten Zahn funktioniert, fehlen jedoch bislang.

Außerdem ein Nachteil: Produkte dieser Art enthalten kein Fluorid. Fluorid stärkt jedoch nachweislich den Zahnschmelz und gehört nach allgemein gängiger Ansicht zur Kariesprophylaxe dazu.

Bewertung: Für den alleinigen Gebrauch nicht zu empfehlen, da Fluorid fehlt und bislang unklar ist, ob Defekte im Zahnschmelz tatsächlich ausgeglichen werden.

Whitening-Pasten

Whitening-Pasten sind Zahncremes, die mit einer Aufhellung verfärbter (Raucher-)Zähne werben. Ihre weißmachende Wirkung beruht auf der Zahnbelagentfernung durch in der Paste vorhandene Schleifkörper oder Säuren. Beide Stoffe sind bei Daueranwendung äußerst schädlich für den Zahn. Lediglich weißmachende Zahnpasten mit weniger starken Schleifstoffen sind in der Anwendung vertretbar, jedoch auch bei Daueranwendung eher schädigend. An der natürlichen Grundfärbung der Zähne ändern die Weißmacher-Pasten nichts.

Bewertung: Stark abrasive Zahnpasten gegen Zahnbelag können den Zahn schädigen. Die unschönen Beläge lassen sich besser regelmäßig professionell beim Zahnarzt entfernen.

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