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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Wenn sehr viele Fluoridquellen gleichzeitig genutzt werden, kommt es in seltenen Fällen zu einer sogenannten Fluorose – also einer Überversorgung mit Fluorid. Dabei entstehen – bevorzugt in der Entwicklungsphase der Zähne bei Kindern unter acht Jahren – weiße Aufhellungen auf den Zähnen. Die normale Verwendung fluoridhaltiger Produkte führt allerdings nicht zu giftigen oder gar lebensbedrohlichen Konzentrationen an Fluorid.
Hat eine Person versehentlich eine große Menge Fluoridtabletten geschluckt oder hat zum Beispiel ein Kind eine ganze Tube mit stark fluoridhaltiger Zahnpasta gegessen, kann es akut zu Vergiftungserscheinungen kommen. Darmreizungen, Blutgerinnungsstörungen und Herzrhythmusstörungen sind mögliche Folgen. So können bei einer akuten Fluoridvergiftung Übelkeit, Erbrechen, Bauchweh, Durchfall und Blässe auftreten. Bei kleineren Mengen aufgenommenem Fluorids kann Kalzium aus einem Glas Milch (200 ml) oder einer Kalzium-Brausetablette das überschüssige Fluorid neutralisieren. Bei größeren Mengen sollte sicherheitshalber zusätzlich der Notarzt gerufen werden.
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