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Fluoridierung

Fluoridzufuhr

Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Da die tägliche Fluoridaufnahme über das Trinkwasser und die Nahrung für einen sinnvollen Kariesschutz nicht ausreicht, ist es ratsam, dem Körper zusätzliches Fluorid zuzuführen.

Fluoridquellen sind:

  • fluoridhaltige Zahnpasten
  • Fluoridgelee (apothekenpflichtig)
  • Fluoridlack, den der Zahnarzt aufträgt
  • Fluoridlösung zum Mundspülen
  • fluoridiertes Speisesalz
  • Fluoridtabletten zum Lutschen
  • fluoridierte Mineralwässer

Fluoridiertes Speisesalz

Verwenden Sie zum Würzen anstatt herkömmlichen Salzes, das keine Zusätze enthält, eher fluoridiertes Speisesalz. Dieses Salz ist ein kostengünstiges und wirksames Mittel, um Karies vorzubeugen – das haben schon viele Untersuchungen gezeigt. Im Handel ist fluoridiertes Speisesalz in Kombination mit Jod (zur Vorbeugung eines Kropfs) als "Jodsalz mit Fluorid" erhältlich. Überdosierungen von Fluorid durch den Gebrauch von fluoridiertem Speisesalz kommen bei gesunden Menschen nicht vor.

Fluoridtabletten

Wenn Sie bereits fluoridierte Zahnpasten und fluoridiertes Salz verwenden, ist die zusätzliche Einnahme von Fluorid-Lutschtabletten nicht notwendig. Nutzt man zu viele Fluoridquellen, könnte es zu Überdosierungen kommen. Nehmen Sie Fluoridtabletten daher nur dann ein, wenn keine andere Fluoridquelle zur Verfügung steht. Der Zahnarzt berät Sie darüber, welche alternativen Fluoridquellen infrage kommen und ob Tabletten sinnvoll sind. Die Fluoridtabletten sind keine Kassenleistung; die Kosten müssen Sie also selbst tragen.

Fluoridierte Zahnpasten

Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist der Einsatz von fluoridhaltiger Zahnpasta zur Fluoridierung der Zähne sinnvoll und ratsam. Für Kinder empfehlen sich spezielle Kinderzahnpasten mit niedrigerem Fluoridgehalt.

Forscher gehen davon aus, dass der jahrzehntelange tägliche Gebrauch einer fluoridhaltigen Zahnpasta – vor allem in der Zeit, in der die Zähne durchbrechen – zu etwa 50 Prozent weniger Karies führt. Der Fluoridgehalt der Zahnpasta sollte für Erwachsene bei 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid liegen.

Es gibt auch hochdosierte Zahnpasten für zu Hause. Diese sollten Sie aber nur nach zahnärztlicher Anweisung und unter zahnärztlicher Kontrolle anwenden. Für Kinder sind solche hochdosierten Pasten ungeeignet, weil die Möglichkeit besteht, dass sie die Zahnpasta verschlucken. Dann kann der hohe Fluoridgehalt zu Vergiftungserscheinungen führen.

Fluoridlacke zur Zahnversiegelung

Auch die Zahnversiegelung mit Fluoridlacken ist eine Möglichkeit, mithilfe der Fluoridierung Karies vorzubeugen. Sie wird in der Regel bereits im Kindesalter durchgeführt. Bei der Zahnversiegelung bepinselt der Zahnarzt die Zähne mit höher dosierten Fluoridlacken.

Eine Zahnversiegelung kann bei Kindern und Jugendlichen mindestens zweimal jährlich durchgeführt werden. Bei Kindern, die sehr schnell Karies bekommen, sollte der Zahnarzt die Zähne sogar häufiger versiegeln. Dies ist bereits im Vorschulalter möglich. Die Zahnversiegelung kann zusätzlich zu weiteren Maßnahmen zur Fluoridierung das Risiko senken, dass Karies auftritt.

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