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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 28. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Zahnimplantate sind heute fester Bestandteil der zahnmedizinischen Behandlung. Sie sind lange haltbar, gesundheitlich unbedenklich und ermöglichen einen optisch sehr ansprechenden und funktionstüchtigen Zahnersatz.
Zahnimplantate dienen als künstliche Zahnwurzeln. In Verbindung mit einem zahnkronenförmigen Aufbau – der sogenannten Suprakonstruktion – verankern sie ein künstliches Gebiss im Mund und beheben so Zahnlücken oder eine komplette Zahnlosigkeit.
Zahnärztliche Implantate bestehen meist aus Titan und sind in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Beschichtungen erhältlich. Wenn der Gesundheitszustand von Ober- oder Unterkiefers es zulassen, kann der Zahnarzt oder der Kieferchirurg die Implantate in den Kieferknochen einbringen. Nach einer Einheilungsphase von längstens sechs Monaten sind die Zahnimplantate endgültig im Kiefer verankert. Einer normalen Kaubelastung steht danach nichts mehr im Weg.
Auf die einzelnen Zahnimplantate kann der Zahnarzt zum Beispiel Einzelkronen oder komplette Brücken aufsetzen. Außerdem können die Implantate als "Anker " für Prothesen dienen. Sie befriedigen nicht nur höchste ästhetische Ansprüche im Bereich des Zahnersatzes, sondern steigern – vor allem bei drohender oder vorhandener Zahnlosigkeit – den Kaukomfort und das allgemeine Wohlbefinden. Auch die Zahnpflege ist bei einem Implantat nach zahnärztlicher Einweisung kein größeres Problem.
Die Erfolgsquote dafür, dass ein Zahnimplantat in den Kieferknochen einwächst, liegt sehr hoch – bei etwa 95 Prozent.
Implantation (lat. implantare = einpflanzen) bedeutet, dass der Arzt körperfremdes Material (z.B. Kunststoff, Metall oder auch biologisches Gewebe) in den menschlichen Körper "einpflanzt", wo es dann eine bestimmte Funktion übernimmt. Im Fall des Zahnimplantats verankert der Zahnarzt oder Kieferchirurg einen Metallstift aus Titan fest im Kieferknochen, wo er mit dem umliegenden Knochengewebe verwächst.
Das Zahnimplantat dient nun als Zahnwurzel für einen Zahnaufbau, der die Zahnlücke schließt. Dies stellt die Kaufunktion des Gebisses wieder her und verhindert die Rückbildung des Kieferknochens, die bei Zahnverlust häufig auftritt. Auch die ästhetischen Eigenschaften eines Zahnimplantats sind sehr gut. Daher ist diese Möglichkeit des Zahnersatzes vor allem bei Zahnverlust im Frontzahnbereich besonders vorteilhaft.
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