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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Zahnentfernung – von Medizinern Zahnextraktion genannt – ist die gewollte Entfernung eines Zahns aus dem Gebiss.
Die meisten Menschen können sich an ihre ersten Zahnverluste meist noch erinnern: Die Milchzähne lösten sich fast von selbst, wurden irgendwie "herausgewackelt" und den Eltern strahlend präsentiert.
Im Gegensatz dazu haben viele Menschen Angst, sich die Weisheitszähne vom Zahnarzt entfernen zu lassen. Doch das muss nicht sein: Die Weisheitszahn-OP gehört zu den häufigsten zahnärztlichen Operationen. Meistens kann der Zahnarzt die Weisheitszähne ambulant unter örtlicher Betäubung ziehen. Eine Vollnarkose ist in der Regel nicht notwendig. Eine stationäre Weisheitszahn-OP ist in nur in seltenen Fällen notwendig, zum Beispiel bei sehr komplizierten Eingriffen oder wenn schwere Vorerkrankungen wie eine erhöhte Blutungsneigung bestehen.
Manchmal muss der Zahnarzt auch einen Zahn aus dem bleibenden Gebiss ziehen. Normalerweise versuchen Zahnärzte, alle Zähne möglichst lange zu erhalten. Dazu stehen ihm verschiedene Behandlungsmöglichkeiten offen, zum Beispiel Zahnfüllungen. Unbehandelte Karies kann dagegen den Zahn soweit zerstören, dass der Zahnarzt ihn ziehen muss. Auch eine fortgeschrittene Parodontitis macht häufig eine Zahnentfernung notwendig.
Bei der Zahnextraktion entfernt der Zahnarzt einen Zahn aus seinem Knochenfach, indem er ihn mechanisch herauszieht. Dazu benutzt er meist Zangen und Hebel, um den Zahn zu lockern und zu lösen. Manchmal kann der Zahnarzt einen Zahn ganz einfach ziehen, in anderen Fällen ist die Zahnextraktion komplizierter. Ob die Zahnentfernung eher schnell und einfach oder gegebenenfalls schwieriger durchführbar ist, beeinflussen die Lage und Festigkeit des Zahns, die Form seiner Wurzel, der Knochenbau und die umgebenden Nachbarstrukturen.
Nach der Zahnextraktion reinigt der Zahnarzt das leere Zahnfach. Anschließend drückt er die Zahnfleischränder aufeinander und der Patient beißt auf einen Mulltupfer. Dadurch bildet sich ein Blutpfropfen, der das leere Zahnfach ausfüllt. Bei Personen, die zu Blutungen neigen, versorgt der Zahnarzt die Wunde, indem er die Wundränder vernäht. In der Regel dauert es etwa 40 Tage, bis das Loch verheilt ist.
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