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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Wie bei jedem operativen Eingriff können auch nach einer Zahnextraktion (Zahnentfernung) Komplikationen auftreten. Grundsätzlich sind unmittelbar nach der Zahnentfernung Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme möglich.
Auch anhaltende Blutungen können nach einer Zahnextraktion Probleme verursachen. Eingebrachte Schwämme, dichte Nähte und die Verwendung eines Aufbisstupfers, der Druck auf die Wundstelle ausübt, können jedoch auch stärkere Blutungen stillen.
Sollte sich die Wunde infizieren, ist es wichtig, diese erneut zu reinigen. Der Zahnarzt legt anschließend mit Antibiotika getränkte Stoffstreifen in die Wunde ein. Eine Infektion führt zu einem verzögerten Heilungsverlauf. Nach einer Zahnextraktion gehört auch die Entwicklung von Zysten nach dem Eingriff zu den möglichen Komplikationen.
Seltene Komplikationen sind der Bruch des Kiefers, das Einbrechen in die Kieferhöhle und Beschädigungen der Nachbarzähne. Entfernt der Zahnarzt die Weisheitszähne, kann es – selten – vorkommen, dass Nerven verletzt werden. Langwierige Empfindungs- und Geschmacksstörungen können die Folge sein. Eine optimale Operationsplanung anhand von Röntgenbildern und die im Einzelfall nötige enge Zusammenarbeit mit einem Kieferchirurgen bei der Zahnextraktion können solchen Komplikationen vorbeugen.
Bei älteren Menschen oder wenn Zähne nach einem Unfall wieder eingesetzt wurden (Replantation), ist es möglich, dass der Zahn nicht mehr durch seinen Zahnhalteapparat festgehalten wird, sondern direkt mit dem Knochen verwachsen ist (Ankylose). In diesem Fall kann der Zahnarzt den Zahn nicht mehr einfach ziehen, sondern muss ihn aufwändig herausbohren.
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