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Zahnerhaltung

Amalgam

Stand: 28. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Amalgam ist das am längsten bekannte und verwendete Füllungsmaterial in der Zahnerhaltung. Es wird im verformbaren Zustand in den Zahn eingebracht und härtet dort nach etwa 20 Minuten aus. Nach einer Stunde hält die Füllung der Belastung durch Kauen stand. Der Quecksilbergehalt von Amalgam hat in jüngster Zeit Anlass zu Diskussionen gegeben und viele Patienten verunsichert, ob Amalgamfüllungen ihrer Gesundheit schaden könnten. Wissenschaftlich lässt sich eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Amalgamfüllungen aber bis heute nicht bestätigen. Aufgrund seines günstigen Preises, guter Verarbeitungseigenschaften und langer Haltbarkeit ist Amalgam nach wie vor der bevorzugte Füllstoff bei Zahnschäden im nicht sichtbaren Bereich des Gebisses.

Zement

Zemente sind Substanzen, die durch Anrühren von Pulver und Flüssigkeit über einen formbaren Zustand in eine feste Masse übergehen. Es gibt zahlreiche verschiedene Zementarten, die Zahnmediziner bei der Zahnerhaltung nutzen. Sie sind im Allgemeinen als Übergangslösung beziehungsweise für Füllungen im Milchzahngebiss gedacht. Außerdem eignen sie sich als Aufbau von Kronen und Gold-Inlays sowie als Unterlage für andere Füllmaterialien bei sehr großen Defekten im Zahn. Diese sogenannten Unterfüllungen sollen Zahnschmerzen vorbeugen, in dem sie den Zahnnerv vor chemischen Reizen schützen und ihn gegenüber hohen beziehungsweise tiefen Temperaturen isolieren.

Kurz nach dem Einfüllen des Zements in tiefere Zahndefekte kann der niedrige pH-Wert der Substanz beim Patienten einen Schmerz auslösen. Verwendet man ausschließlich Zement zur Zahnerhaltung, ist außerdem nicht gewährleistet, dass die Füllung lange hält: Vor allem im Bereich der Kauflächen reibt sich der Zement schnell ab. Farblich ist zwar eine gewisse Anpassung an den Zahn möglich, gehobenen ästhetischen Ansprüchen wird dieses Füllungsmaterial jedoch nicht gerecht.

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