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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
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Hypnose in der ZahnmedizinVorgehenStand: 29. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion Der eigentlichen Hypnose sollte immer eine ärztliche Diagnose vorangehen. Der Sinn und das Ziel dieser Behandlung müssen eindeutig und klar festgelegt sein. Demzufolge ergibt sich gleich zu Beginn, ob es sich um eine psychotherapeutische oder rein schmerztherapeutische Anwendung handelt. Der Patient, der sich einer Hypnose unterziehen möchte, muss über den gesamten Ablauf aufgeklärt sein und sollte mit der Umgebung sowie natürlich besonders mit dem Hypnotiseur vertraut sein. Die Behandlung beginnt damit, dass sich der Patient bequem lagert und den Blick auf einen kleinen Gegenstand fixiert. Dazu können beispielsweise Augen oder Pendel, aber auch Kerzen oder Bleistifte dienen. Durch die Stimme des Hypnotiseurs werden dem Hypnotisiertem Ermüdung, Schwere, Gelöstheit und eine bewusste Ausatemphase suggeriert. Die Gedanken des Patienten verlieren sich langsam, und oft schließen sich seine Augen. Eine eintretende tiefe Entspannung ist möglich, jedoch ist dies für ein Gelingen der Hypnose nicht ausschlaggebend. Der Einzelne reagiert stets individuell auf die Hypnose. Manch einer schildert eher normale Empfindungen, in welchen er sich sehr entspannt und gelassen fühlt, andere hingegen betonen eine sehr wohltuende Empfindung und Gesamterfahrung. Der behandelnde Arzt oder Therapeut kann diesen erreichten hypnoiden Zustand weiter dirigieren. Durch ruhige Worte ist eine Einengung und Ausrichtung auf eine innere Ausgewogenheit, verstärktes Selbstvertrauen, mehr Gelassenheit, eine allgemein positive Richtung sowie auch eine Minderempfindung von Schmerzen möglich. Der Einzelne spricht jedoch auf diese hypnoiden Suggestionen unterschiedlich stark an. Oft regen ihn symbolische Geschichten an, sich bestimmte Situationen und Bilder vorzustellen und folglich bestimmte Gedanken zu entwickeln. Auch können über einfache prägnante Sätze bestimmte Reaktionen suggeriert werden, die der Hypnotisierte lernt und im Alltagsleben aus seinem Unterbewusstsein hervorholen und einsetzen kann. Somit lassen sich unterschiedliche Krankheitsbilder behandeln, von denen viele sowohl auf gestörte Körperfunktionen als auch auf psychische Ursachen zurückzuführen sind. Während der Aufwachphase befragt der Hypnotiseur den Patienten nach seinem Wohlbefinden. Wenn er aufwacht, sollte er sich wach und frisch fühlen. Die Anzahl der Hypnosebehandlungen hängt von der Diagnose ab. Dient die Hypnose in der Zahnmedizin als Schmerztherapie oder als Operationsbegleitung, reichen meist ein bis zwei Anwendungen aus. Bei psychogenen Krankheitsbildern sind hingegen zum Teil bis zu 20 Hypnosesitzungen in wöchentlichen Abständen notwendig. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaHypnose in der ZahnmedizinDas könnte Sie auch interessieren
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