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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Amalgam ist ein Gemisch aus Metallpulver (Zinn, Silber und Kupfer) und Quecksilber. Während die Amalgamfüllung aushärtet, verbindet sich das freie Quecksilber mit dem Silber – am Ende dieses Vorgangs ist das gesamte Quecksilber fest gebunden. In diesem Zustand treten nur sehr geringe Mengen Quecksilber aus – durchschnittlich unter 5 Mikrogramm pro Tag. Zum Vergleich: Der Mensch nimmt täglich im Durchschnitt 2 bis 3 Mikrogramm Quecksilber mit der Nahrung auf. Beim Legen, Polieren und Herausbohren der Amalgamfüllung entsteht jedoch kurzfristig eine erhöhte Quecksilber-Belastung in Form von Quecksilberdämpfen.
Amalgam wird häufig als Füllstoff verwendet, weil es einige Vorteile gegenüber anderen Füllmaterialien bietet. Amalgam ist:
Die Nachteile des Amalgams sind:
Amalgam ist nur begrenzt einsetzbar. Bei folgenden Zahnfüllungen sollte der Zahnarzt auf ein alternatives Füllmaterial zurückgreifen:
Auch bei oberflächlicher, auf den Zahnschmelz beschränkter Karies ist eine Kunststofffüllung eher geeignet, da diese schonender für die Zahnsubstanz ist. Generell hängt die Qualität einer Amalgamfüllung vor allem davon ab, dass der Zahnarzt sie richtig verarbeitet. Eine Politur der Füllung an einem späteren Tag verbessert die Oberflächenwertigkeit erheblich.
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