Die Zähne: Zahnhalteapparat (Parodontium)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (16. Februar 2012)

Im Zahnhalteapparat (Parodontium) sind die Zähne im Unter- beziehungsweise Oberkiefer verankert. Die Bestandteile des Zahnhalteapparats sind:

  • Zahnfleisch (Gingiva): Unter Zahnfleisch versteht man den Teil der Mundschleimhaut, der den Kieferknochen bedeckt und die Zähne bis zum Beginn der Zahnkrone umfasst.
  • Alveole / Alveolarknochen: Als Alveole bezeichnet man das knöcherne Zahnfach, in dem der Zahn verankert ist. Der Teil des Kieferknochens, indem sich die Alveolen befinden, heißt Alveolarknochen oder -fortsatz.
  • Wurzelhaut (Periodontium): Die Wurzelhaut ist das federnde Bindegewebe, das die Zahnwurzel umgibt und über das der Zahn im Alveolarknochen befestigt ist. Die Wurzelhaut besteht aus Kollagenfasern (Sharpey-Fasern), die sich zwischen dem Zahnzement und der Alveole erstrecken. Sie verlaufen vorwiegend schräg zur Wurzelspitze hin. Die elastische Aufhängung des Zahns mildert den Druck etwas ab, der beim Kauen entsteht. In der Wurzelhaut befinden sich Blutgefäße, Lymphgefäße und Nervenfasern. Letztere leiten vor allem Druckbelastungen weiter.
  • Zahnzement: Vom Übergang der Zahnkrone zur Zahnwurzel an bedeckt ein mineralisiertes, knochenähnliches Bindegewebe, der Zahnzement, die Oberfläche der Zahnwurzel. Der Zahnzement enthält weder Nerven noch Gefäße. Er besteht zu 61 Prozent aus anorganischen, mineralischen Bestandteilen sowie zu 27 Prozent aus organischen Substanzen und zu 12 Prozent aus Wasser. Auch wenn der Zahnzement die Zahnwurzel umgibt, gehört er anatomisch gesehen nicht zum Zahn selbst, sondern zum Zahnhalteapparat.

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