Die Zähne: Dentin (Zahnbein)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (16. Februar 2012)

Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin (Zahnbein), das den größten Teil der Zahnsubstanz ausmacht: Es reicht vom Kronenbereich bis in die Zahnwurzel und umschließt das Zahnmark. Im Bereich der Zahnwurzel umschließt der Zahnzement das Dentin. Das Dentin im Bereich der Pulpa (pulpales Dentin) hat im Bereich des Zahnschmelzes (Manteldentin) einen niedrigeren Mineraliengehalt.

Im Dentin eingebettet liegen die sogenannten Dentinkanälchen. Sie enthalten die Fortsätze der dentinbildenden Zellen (Odontoblastenfortsätze). Die Odontoblasten selbst befinden sich am Übergang von Pulpa und Dentin. Die Dentinkanälchen beinhalten teilweise auch Nervenzellfortsätze, die Schmerzen auslösen, wenn das Dentin verletzt wird. Um die Dentinkanälchen herum ist das Dentin dichter und fester.

Wie der Zahnschmelz ist das Dentin ein knochenähnliches, hartes Gewebe – wenn auch nicht ganz so hart wie der Zahnschmelz. Das liegt an der etwas unterschiedlichen Zusammensetzung des Dentins. Im Unterschied zum Zahnschmelz besteht das Dentin nur zu etwa 70 Prozent aus anorganischen Substanzen, vor allem den Mineralien Calcium und Phosphat, die in Form von Hydroxylapatit vorliegen. Außerdem besteht das Dentin noch zu 20 Prozent aus organischen Bestandteilen und zu 10 Prozent aus Wasser.


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