Schwangerschaft und Zähne: Zahnbeschwerden in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (26. März 2014)

Unter dem Einfluss des erhöhten Östrogenspiegels während der Schwangerschaft können folgende Beschwerden im Mundraum auftreten:

  • Mundschleimhautentzündung – die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis
  • Mundschleimhautwucherung – die sogenannte Schwangerschaftsepulis
  • erhöhtes Risiko für Karies

Mundschleimhautentzündung

Der veränderte Hormonhaushalt bewirkt, dass sich verstärkt Blutgefäße im Bereich des Zahnhalteapparats bilden. Daher treten gehäuft Zahnfleischbluten und – meist in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft – eine Mundschleimhautentzündung, die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis, auf. Diese geht mit typischen Symptomen einher, etwa

Mundschleimhautwucherung

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat können zum Teil auch Wucherungen des Zahnfleischs entstehen. Hormonelle Faktoren und lokale Reize wie Zahnstein oder Kronenränder rufen diese als Schwangerschaftsepulis bezeichnete Schleimhautwucherung hervor. Sie kann recht schmerzhaft sein und auch stärker bluten.

Häufigkeit

Eine Mundschleimhautentzündung tritt bei vielen Schwangeren auf. Sie ist die häufigste Veränderung im Mundraum. Eine gute Zahnpflege kann aber dazu beitragen, dass keine stärkeren Beschwerden auftreten. Wesentlich seltener ist die Schwangerschaftsepulis.

Kariesentwicklung

Eine Schwangerschaft bedeutet nicht zwangsläufig, dass mehr Karies auftritt: Ein kariesfreier Mund bleibt meist auch weiterhin kariesfrei. Aber es besteht ein erhöhtes Kariesrisiko, welches vor allem die Ausbreitung von bereits bestehenden Kariesschäden bedingt. Durch die hormonelle Umstellung verändert sich die Zusammensetzung des Speichels. Zum Beispiel ist der Säuregehalt erhöht, was wiederum die Kariesentwicklung begünstigt.


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