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Schöne Zähne: Weg mit dem Gilb

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

"Schöne Zähne, aber gibt's die auch in Weiß?" – ein kleiner Scherz, aber mit wahrem Kern. Denn glaubt man dem Meinungsbild unserer Gesellschaft, so müssen schöne Zähne vor allem eins sein: strahlend weiß und möglichst gerade.

Um diesen Idealvorstellungen von schönen Zähnen gerecht zu werden, ist der Zahnarzt heute oftmals gefordert, bei der Behandlung auch auf die ästhetischen Wünsche und Bedürfnisse seiner Patienten einzugehen. Der Grund: Immer mehr Menschen sind mit dem Aussehen ihrer Zähne nicht zufrieden, etwa weil Zahnverfärbungen oder -fehlstellungen vorliegen oder weil dunkle Amalgam-Füllungen sichtbar werden. 

Um die individuellen Wunschvorstellungen von schönen Zähnen verwirklichen zu können, nutzen Kieferorthopäden und Zahnmediziner verschiedene Methoden – zum Beispiel

  • Begradigungen,
  • Bleaching,
  • Veneers,
  • Dazzlers,
  • Piercings 
  • oder eine Pulverstrahl-Reinigung.

Manchmal reicht auch nur eine professionelle Zahhnreinigung, bei der der Arzt die Zähne von Belegen und Zahnstein befreit. 

Die Kosten für eine zahnkosmetische Behandlung muss der Patient allerdings in der Regel selbst tragen. Auch die professionelle Zahnreinigung oder Zahnfüllungen aus Keramik, Gold oder Kunststoff werden von den gesetzlichen Krankenkassen meist nur zum Teil getragen. Nur wenn der Arzt einen Zahn im sichtbaren vorderen Bereich mit Kunststoff füllt oder der Patient Amalgam nicht verträgt, übernehmen die Krankenkassen die vollen Kosten. 

Darüber hinaus sollen angeblich auch verschiedene Hausmittel wie Backpulver oder Zitronensaft zu schönen Zähnen verhelfen. Diese Mittel können aber – wenn überhaupt – die Zähne nur geringfügig aufhellen und sind nicht geeignet, um die Zähne zu "verschönern". Im Gegenteil: Regelmäßiges Putzen der Zähne mit Zitronensaft oder Backpulver kann dazu führen, dass sich der Zahnschmelz mit der Zeit immer weiter abnutzt. Die Zähne werden schmerzempfindlicher und das gelbliche Dentin, das sich unter dem Zahnschmelz befindet, schimmert leichter hindurch.

Was sind eigentlich "schöne Zähne"? Die meisten Menschen verbinden damit strahlend weiße und gerade Zahnreihen. © iStock

Was sind eigentlich "schöne Zähne"? Die meisten Menschen verbinden damit strahlend weiße und gerade Zahnreihen.

Schöne Zähne ja – aber nicht um jeden Preis

Bei all diesen Methoden zur Verschönerung Ihrer Zähne sollte eines jedoch immer im Vordergrund stehen: die Zahngesundheit. Wer schöne Zähne haben möchte, sollte vorher genau bedenken und mit dem Arzt besprechen, ob die ausgewählte Methode möglicherweise gesunde Zahnsubstanz (z.B. den Zahnschmelz) schädigen kann. Im Zweifel gilt es zu überlegen, wie sehr das Aussehen der Zähne wirklich stört. Oftmals fällt der kleine Makel anderen Menschen gar nicht auf.

Wissenswertes
Ein strahlendes Lächeln und makellose Zähne gelten bei vielen Menschen als Schönheitsideal. Schneeweiße Zähne sind jedoch nicht natürlich – die Grundfarbe der Zähne ist eher hellgelb bis weiß-gräulich. Sie ist genetisch vorgegeben und hängt unter anderem von der Dicke des Zahnschmelzes ab: ein dünner Zahnschmelz lässt das gelbliche Dentin (Zahnbein) durchschimmern.

Je nachdem, was dem Patienten an dem Aussehen seiner Zähnen genau stört und mit welcher Methode sich seine Vorstellung von schönen Zähnen realisieren lässt, kommt eine kieferorthopädische oder eine zahnmedizinische Behandlung infrage.

  • Schiefe Zähne,
  • ungerade Zahnreihen 
  • oder Zahnlücken

fallen in den Bereich der kieferorthopädischen Behandlung. Diese befasst sich hauptsächlich mit der richtigen Stellung der Zähne im Gebiss. Ihr Ziel ist, dass der Patient normal kauen und ungehindert sprechen kann – die Ästhetik ist dabei oftmals nur ein "Nebenbei-Effekt".

Wenn es darum geht, gezielt "schöne Zähne" zu bekommen, gibt es heute beim Zahnart verschiedene Maßnahmen – er kann zum Beispiel dunkle Amalgam-Füllungen durch helle Keramik- oder Kunststofffüllungen ersetzen, Zahnschmuck einsetzen oder alle sowie lediglich einzelne Zähne aufhellen. 

Kommen mehrere Füllmaterialien infrage, treffen Zahnarzt und Patient gemeinsam die Wahl. Hierbei spielen sowohl ästhetische Vorstellungen schöner Zähne als auch die Kosten einzelner Maßnahmen eine wichtige Rolle. Optisch nahezu perfekte Füllungen, die noch dazu sehr lange halten, sind meistens auch sehr teuer. 

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