Professionelle Zahnreinigung (PZR): Was passiert dabei?

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (11. März 2014)

Wie genau eine professionelle Zahnreinigung (PZR) abläuft beziehungsweise was sie alles beinhaltet, kann je nach Zahnarztpraxis variieren. Meist enthält sie jedoch die nachfolgend beschriebenen Abläufe.

Bevor der Dentalhygieniker oder zahnmedizinische Prophylaxeassistent die professionelle Zahnreinigung beginnt, untersucht er die Zähne im Allgemeinen auf Zahnbeläge (wie Plaque und Zahnstein) sowie mögliche Zahnschäden. Wie tief die Zahntaschen sind, stellt die Fachkraft mithilfe einer kleinen, metallenen Sonde fest. Um dem Patienten zu verdeutlichen, welche Zahnbereiche er in Zukunft sorgfältiger putzen sollte, werden die Zähne vorübergehend angefärbt. Dort, wo sich Zahnbelag abgelagert hat, verfärben sich die Zähne am stärksten. So lassen sich alle verbesserungswürdigen Putzzonen rasch erkennen. Am Ende der Zahnreinigung ist von der Farbe nichts mehr zu sehen.

Eine Frau beim Zahnarzt. © Jupiterimages/iStockphoto

Die PZR kann je nach Arztpraxis etwas variieren.

Im Anschluss entfernt die zahnmedizinische Fachkraft die Zahnbeläge und Zahnverfärbungen, die sich auf den Oberflächen und in den Zwischenräumen der Zähne beziehungsweise in den Zahntaschen befinden. Dabei können verschiedene Geräte zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel:

Anschließend poliert die Fachkraft die Zähne mit speziellen rotierenden Bürstchen und glättet so die Zahnoberfläche. Je glatter die Zahnoberfläche, desto schwieriger ist es für Bakterien, sich anzuheften und Zahnbeläge zu verursachen.

Nachdem die Zähne von Belägen und Verfärbungen befreit sind, behandelt der Dentalhygieniker sie mit einer fluoridhaltigen Lösung oder einem entsprechenden Lack oder Gel – das stärkt den Zahnschmelz.

Am Ende der professionellen Zahnreinigung gibt die zahnmedizinische Fachkraft in der Regel individuelle Tipps zur effektiven Zahn- und Mundhygiene und beantwortet vorhandene Fragen.


Wie oft gehen Sie zum Zahnarzt?