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Präprothetische Chirurgie

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (11. April 2011)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Die präprothetische Chirurgie (Präprothetik) ist ein sehr weit gefächertes Gebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Ziel der Präprothetik ist es, durch chirurgische Eingriffe den Sitz oder die Eingliederung eines Zahnersatzes (Prothese) zu verbessern. Manchmal wird der Einsatz eines Zahnersatzes auch erst mithilfe der präprothetischen Chirurgie möglich.

Bei zahnlosen oder fast zahnlosen Patienten beginnt der Kieferknochen im Bereich der fehlenden Zähne bereits nach kurzer Zeit, sich zurückbilden. Ein guter Prothesensitz kann dadurch technisch schwierig oder sogar unmöglich werden. Deswegen ist es ratsam, bei fehlenden Zähnen möglichst rasch für Zahnersatz zu sorgen. Denn ist der Knochenschwund bereits stark fortgeschritten, muss der Kieferknochen in der Regel erst wieder aufgebaut werden (z.B. mit einer Knochentransplantation aus dem eigenen Beckenkamm), bevor das Tragen einer Prothese möglich ist.

Probleme kann es auch geben, wenn der Patient bereits eine Prothese hat, diese aber schlecht sitzt. So kann es zu ständigen Reizungen kommen, die bewirken, dass sich zusätzliches Bindegewebe oder lappenartige Mundschleimhaut-Wucherungen bilden. Solche Veränderungen können das Tragen einer Prothese erschweren.

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Ziel der präprothetischen Chirurgie ist es letztlich, eine belastbare, muskelfreie Knochenoberfläche für die Prothese zu schaffen beziehungsweise das sogenannte Prothesenlager zu verbessern. Dazu können je nach Befund chirurgische Maßnahmen unterschiedlichen Ausmaßes notwendig werden.

Da zum größten Teil zahnlose und meist ältere Personen einen solchen Eingriff benötigen, ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Behandlung wichtig – insbesondere bei größeren chirurgischen Eingriffen ist der aktuelle Gesundheitszustand des älteren Patienten zu berücksichtigen.

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