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Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Im Alter von sechs bis neun Monaten treten bei einem Kleinkind die Zähne durchs Zahnfleisch – das Baby beginnt zu zahnen. Beim Zahnen können Zahnungsprobleme auftreten, die jedes Kleinkind mal mehr oder weniger beschäftigen.
Alle Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Zahnen auftreten können, bezeichnet man als Zahnungsprobleme.
Bei Kindern, die Zahnungsprobleme haben, liegen die Ursachen im Mundraum: Die Milchzähne treten aus dem Kiefer hervor und "brechen" durch die Mundschleimhaut (sog. Zahndurchbruch). Das kann unangenehm sein und dem Säugling Schmerzen bereiten. Für gleichzeitig auftretende Probleme wie Durchfall, Fieber oder Hautausschläge sind die Ursachen nicht völlig geklärt. In Fachkreisen vermutet man ein zeitliches, zufälliges Zusammenspiel zwischen dem Zahnen und der Abnahme der mütterlichen Antikörper im Blut des Säuglings.
Zeitliche Durchbruchsstörungen sind leicht daran zu erkennen, dass die Zähne zu früh oder zu spät durchgebrochen sind.
Zu Beginn des Zahnens schieben sich langsam die unteren mittleren Schneidezähne hervor, gefolgt von den unteren seitlichen, den oberen mittleren und den oberen seitlichen. Danach treten die ersten Backenzähne im Unterkiefer hervor – anschließend im Oberkiefer. Dann folgen die unteren und die oberen Eckzähne. Den Schluss bilden im 24. Monat nach den zweiten Unterkiefer-Backenzähnen die entsprechenden Zähne im Oberkiefer.
Spätestens im Alter von drei Jahren sollten alle Zähne ans Licht gekommen sein. Und spätestens dann sollten Sie mit Ihrem Kind auch den ersten Zahnarztbesuch planen, damit das Gebiss Ihres Kindes möglichst lange gesund bleibt.
Leider sind Zahnungsprobleme beim Kind ein Fall, dem Eltern kaum vorbeugen können. Lediglich die Beschwerden der Zahnungsprobleme lassen sich lindern. Wenn Sie also vor einigen Monaten Eltern geworden sind, lohnt es sich, sich über geeignete Mittel, Tinkturen oder kühlende Beißringe zu informieren und diese gegebenenfalls schon bereit zu halten. Auch Ihr Zahnarzt kann Ihnen Fragen zum Zahnen bei Ihrem Baby beantworten.
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