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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 24. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Unter dem Einfluss des erhöhten Östrogenspiegels während der Schwangerschaft können folgende Krankheitsbilder auftreten:
Aufgrund des veränderten Hormonhaushalts kommt es zu einem gesteigerten Wachstum der Blutgefäße im Bereich des Zahnhalteapparats. Daher treten gehäuft Zahnfleischbluten und meist in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft eine Schleimhautentzündung, die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis, auf. Es kann neben der Rötung des Zahnfleischs zu Ödemen, Mundgeruch und vor allem Schmerzen kommen.
Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat treten zum Teil auch Wucherungen des Zahnfleischs in Erscheinung. Hormonelle Faktoren und lokale Reize wie Zahnstein oder Kronenränder rufen diese als Schwangerschaftsepulis bezeichnete Schleimhautwucherung hervor. Sie kann recht schmerzhaft sein und auch stärker bluten.
Eine Schwangerschaft bedeutet nichtt zwangsläufig, dass mehr Karies auftritt: Ein kariesfreier Mund bleibt meist auch weiterhin kariesfrei. Aber es besteht ein erhöhtes Kariesrisiko, welches vor allem die Ausbreitung von bereits bestehenden kariösen Schäden bedingt. Durch die hormonelle Umstellung verändert sich die Zusammensetzung des Speichels. Zum Beispiel ist der Säuregehalt erhöht, was die Kariesentwicklung begünstigt.
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