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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Autor: Onmeda-Redaktion
Normalerweise bedeutet eine Schwangerschaft für die Zähne keine Komplikationen. Schwangerschaftsbedingte Entzündungen (Schwangerschaftsgingivitis) oder Wucherungen des Zahnfleischs (Schwangerschaftsepulis) treten zwar bei einigen Schwangeren auf, verursachen aber bei einer guten Mundhygiene keine größeren Beschwerden.
Treten während der Schwangerschaft allerdings Probleme mit den Zähnen auf, gestaltet sich der Besuch beim Zahnarzt etwas komplizierter. Bei einer Zahnbehandlung können potenzielle Risiken für das Ungeborene durch Röntgenstrahlen, Medikamente, Schmerzen und Stress der Mutter nicht ganz ausgeschlossen werden. Es ist daher ratsam, größere Eingriffe durch eine gute Zahnpflege gezielt zu umgehen oder wenigstens auf ein Minimum zu reduzieren.
Wenn Sie schwanger sind, ist es ratsam, möglichst früh einen Termin beim Zahnarzt zu vereinbaren. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung stellt er fest, ob eine Behandlung dringend notwendig ist. Indem er bestehende Zahnprobleme frühzeitig behandelt, kann er vorbeugen, dass im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ernstere Beschwerden auftreten.
Ausgedehnte Gebissbehandlungen, größere chirurgische Eingriffe und das Entfernen von Amalgam sollten nach Möglichkeit erst nach der Geburt erfolgen. Auch Schmerzmittel sollten Schwangere nur in dringenden Fällen einnehmen. Auf Röntgenaufnahmen der Zähne sollte vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft möglichst verzichtet werden. Sind sie unumgänglich, bekommt die Schwangere eine Bleischürze umgelegt, die das Ungeborene vor der Röntgenstrahlung schützt.
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