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Zähneknirschen: Ursachen

Stand: 22. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Zähneknirschen (Bruxismus) liegen die Ursachen vermutlich im Gehirn und hängen mit emotionalem Stress zusammen, der im Schlaf verarbeitet wird. Folglich stellt das nächtliche Zähneknirschen auch eine Form von Schlafstörung (Parasomnie) dar. Kurzfristige Stressbelastungen in Familie oder Beruf können unter anderem durch Bruxismus zum Ausdruck kommen.

In manchen Fällen steckt auch eine Erkrankung des Zahnhalteapparats hinter den Problemen – auch schlecht sitzender Zahnersatz (Brücken, Kronen oder Prothesen) oder Zahnfüllungen können für Zähneknirschen und Zähnepressen verantwortlich sein.

Zähneknirschen kann ebenfalls durch orthopädische Probleme entstehen, zum Beispiel funktionelle Störungen des Kiefergelenks. Als neurologische Ursache kommt unter anderem multiple Sklerose infrage.

Manchmal kann auch der Genuss von Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken für Zähneknirschen verantwortlich sein. Bei Verzicht auf diese Genussmittel verschwindet das Knirschen mit den Zähnen dann meist von alleine wieder. Wenn der Verdacht besteht, dass das Zähneknirschen durch Medikamente ausgelöst wird, zum Beispiel durch Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen. Er kann gegebenenfalls ein anderes Medikament verordnen.

Generell ist das Zähneknirschen jedoch ein sehr häufiges Phänomen und nicht zwingend mit einer ernsthaften psychischen oder körperlichen Erkrankung verbunden.

Weiterlesen: Zähneknirschen: Symptome

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