Startseite > Zahnmedizin > Kranke Zähne > Parodontose > Definition
Stand: 22. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Parodontose wird heute häufig gleichbedeutend mit Parodontitis verwendet, also für die Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodont). Genau genommen ist Parodontose jedoch der mittlerweile veraltete Ausdruck für nicht-entzündliche Erkrankungen des Zahnbetts.
Der Zahnhalteapparat umfasst alle Strukturen, die zur Verankerung des Zahns im Kieferknochen notwendig sind. Er setzt sich aus Zahnfleisch, Knochen, Wurzelhaut und Wurzelzement zusammen.
Alle Erkrankungen des Zahnhalteapparats werden unter dem Sammelbegriff Parodontopathie zusammengefasst. Parodontopathien können in allen Altersstufen und in verschiedenen Formen auftreten und rasche und tiefreichende Zahnbettzerstörungen mit Knochenabbau und sogar Zahnverlust hervorrufen.
Die Parodontose, genauer gesagt die Parodontitis, tritt im Erwachsenenalter mit einer Häufigkeit von mehr als 80 Prozent auf. Damit ist die Parodontitis eine der häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. In der Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren wird die Parodontitis besonders oft diagnostiziert, obwohl die ersten Veränderungen am Zahnfleisch und Zahnhalteapparat schon Jahre früher vorhanden sind. Die Parodontitis entwickelt sich hier am stärksten an den Unter- und Oberkieferfrontzähnen sowie den vorderen Backenzähnen. Doch auch im Kindes- und Jugendalter können sich bereits entzündliche Zahnfleischerkrankungen zeigen.
In Lebensphasen wie der Schwangerschaft können die hormonellen Umstellungen Zahnfleischentzündungen begünstigen, die sich zur Parodontitis ausweiten können. Wenn sich die Hormone wieder regulieren, verschwindet diese meist ebenfalls, ohne Schäden zu hinterlassen. Damit die Entzündungen jedoch komplikationslos abheilen, sind eine gute Mundhygiene und Zahnpflege erforderlich.
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