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Kieferzysten

Kieferzysten: Definition

Stand: 30. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Kieferzysten sind Hohlräume im Ober- oder Unterkiefer, die im Rahmen von Entzündungen oder Entwicklungsstörungen entstanden sind. Zysten sind generell mit breiigem oder flüssigem Inhalt gefüllt. Sie grenzen sich durch eine Kapsel aus Bindegewebe, die sogenannte Zystenwand, vom umliegenden Gewebe ab. Bei echten Zysten kleidet eine spezielle Zellschicht – das Epithel – die Zystenwand von innen aus. Bei sogenannten Pseudozysten fehlt dieses Epithel.

Eine Zyste nimmt an Größe zu, je mehr Flüssigkeit sich in ihrem Inneren ansammelt. Zysten sind meist gutartig. Sie vergrößern sich nur langsam, verdrängen aber die angrenzenden Gewebe. Im Mundraum fallen Zysten wie Kieferzysten manchmal als schmerzlose Schwellungen auf. Häufigste Formen sind die radikuläre und die follikuläre Kieferzyste.

Häufigkeit

Kieferzysten zählen zu den häufigen Erkrankungen im Zahn- und Kieferbereich. Sie treten vorwiegend im mittleren Erwachsenenalter auf, wobei Männer insgesamt häufiger Zysten bekommen als Frauen. Meist ist eher der Oberkiefer als der Unterkiefer betroffen. Von den verschiedenen Zystenarten sind sogenannte radikuläre Zysten am meisten verbreitet. Am zweithäufigsten folgen dann sogenannte follikuläre Zysten. Alle anderen Kieferzysten kommen eher selten vor.

Weiterlesen: Kieferzysten: Ursachen

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