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Fluoridierung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (27. Februar 2014)

Allgemeines

Mit dem Begriff "Fluoridierung" ist eine ausreichende Versorgung mit Fluoriden gemeint. Fluoride sind natürliche Bausteine des Körpers, die an Knochenbildung und Wachstum maßgeblich beteiligt sind. Fluoride sind außerdem wichtig für einen festen, gesunden Zahnschmelz.

Eine Fluoridierung kann Karies vorbeugen. Daher ist die Fluoridierung ein wichtiger Bestandteil der Kariesprophylaxe. Am besten wirkt das Fluorid gegen Karies, wenn es direkt auf den Zahn aufgebracht wird. Auch mit der Nahrung aufgenommenes Fluorid wirkt sich positiv auf die Zahngesundheit aus, jedoch nicht so stark wie eine direkte Fluoridierung der Zähne, zum Beispiel beim Zahnarzt oder mithilfe einer fluoridhaltigen Zahnpasta.

Fluoride fördern die Zahngesundheit auf verschiedene Weise. Eine wichtige Funktion der Fluoride ist die Remineralisierung des Zahnschmelzes: Nach dem Essen verarbeiten Bakterien im Mund die Nährstoffe weiter. Dabei entstehen Säuren, welche die im Zahnschmelz eingelagerten Mineralien lösen. Die Mineralien machen den Zahnschmelz hart. Gehen die gelösten Mineralien verloren, ist der Zahn nicht mehr so gut vor Karies geschützt – es können Löcher entstehen. Fluoride bewirken, dass die gelösten Mineralien wieder in den Zahnschmelz eingelagert werden und ihn dadurch stabilisieren. Außerdem hemmen Fluoride den Bakterienstoffwechsel und damit auch die Produktion von zahnschmelzschädigenden Säuren. Eine ausreichende Fluoridierung des Zahns ist deshalb besonders wichtig, um die Zahngesundheit langfristig zu erhalten.

Wenn Sie mit Fluoriden Karies vorbeugen möchten, können Sie dies auf unterschiedliche Weise tun. Die tägliche Fluoridzufuhr über die Nahrung und das Trinkwasser allein reicht allerdings nicht aus, um Karies zu vermeiden. Zusätzliche Fluoridquellen sind zum Beispiel fluoridhaltige Zahnpasten, Gele und Mundspüllösungen. Der Zahnarzt kann die Zähne zusätzlich mit einem Fluoridlack versiegeln.

Die Kosten für eine Fluoridierung beim Zahnarzt übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel nur für Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 6. und 18. Lebensjahr. Erwachsene Versicherungsnehmer ab dem vollendeten 18. Lebensjahr müssen die anfallenden Kosten daher selber tragen.

Bei einer extrem hohen Zufuhr von Fluoriden kann eine sogenannte Fluorose (Fluoridvergiftung) auftreten. Dies ist aber nur sehr selten der Fall. Die Symptome unterscheiden sich, je nachdem ob die Fluoride innerlich oder äußerlich überdosiert wurden. Bei einer äußerlichen Überdosierung – wenn Sie also zu viel Fluorid von außen auf die Zähne aufgetragen haben – treten weiße Flecken an den Zähnen auf. Bei einem normalen Umgang mit fluoridhalten Zahnpflegeprodukten ist eine Fluorose aber unwahrscheinlich.

Wenn Sie versehentlich zu viel Fluorid aufgenommen haben oder wenn etwa ein Kind eine Tube fluoridhaltiger Zahnpasta gegessen hat, können Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auftreten. Bei einer geringen Überdosierung hilft ein Glas Milch gegen die Beschwerden, denn das darin enthaltene Calcium bindet überschüssiges Fluorid. Bei größeren Fluoridmengen sollten Sie dagegen sicherheitshalber einen Arzt rufen.

Wie oft gehen Sie zum Zahnarzt?







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