Fluoridierung: Fluoridierung bei Kindern

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (27. Februar 2014)

Vor dem sechsten Lebensmonat sind keine Maßnahmen zur Fluoridierung notwendig. Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollten Eltern die Zähne ihres Kindes mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (mit maximal 500 ppm Fluorid) putzen. Von Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack sollte man absehen – solche Pasten können die Kinder dazu verleiten, die Zahncreme herunterzuschlucken. Ab dem zweiten Geburtstag sollten die Milchzähne dann zweimal täglich geputzt werden. Nach Durchbruch der ersten bleibenden Zähne (ca. 6. Lebensjahr) können Kinder dann Zahnpasten für Erwachsene mit einem Fluoridgehalt von 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid verwenden.

Eine zusätzliche Fluoridierung zur Zahnpasta und fluoridiertem Speisesalz ist normalerweise nicht notwendig. Der Zahnarzt verschreibt nur dann Fluoridtabletten, wenn die Fluoridzufuhr sonst nicht gewährleistet ist. Ist ein Kind besonders anfällig für Karies, reicht eine fluoridierte Zahnpasta für die Kariesprophylaxe jedoch nicht aus. In diesem Fall sind weitere Maßnahmen zur Fluoridierung notwendig, um die Zähne vor Karies zu schützen. So kann der Zahnarzt zum Beispiel einen Fluoridlack auftragen.


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