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Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser
Forum Zahnmedizin
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Stand: 19. Mai 2011Autor: Onmeda-Redaktion
In der Zahnmedizin versteht man unter einer Inzision (lat. incisio = Einschnitt) eine operative Durchtrennung von Mundraumgewebe mit einem Skalpell. Hierbei durchtrennt der Arzt schichtweise Gewebe, um eine mit Flüssigkeiten (z.B. Gewebeflüssigkeit, Eiter oder Blut) gefüllte Schwellung (Abszess) zu eröffnen. Die Inzision lässt sich dabei von außen oder von innen (also vom Mundraum her) durchführen.
Indem man flüssigkeitsgefüllte Kapseln, insbesondere von Eiterkapseln, kontrolliert einschneidet, kann man den Heilungsprozess unterstützen. Auch eventuell bestehende Schmerzen bessern sich sofort, wenn der Eiter ablaufen kann. Verzichtet man darauf, besteht die Gefahr, dass sich der Abszess weiter im Körper ausbreitet und die Erreger der Infektion sogar bis zum Gehirn gelangen können.
Nach einer Abszesseröffnung mithilfe der Inzision legt der Arzt meist ein Stoffstreifen in die Abszesshöhle ein (Drainage, Tamponade), um zu verhindern, dass sich die Wundhöhle schnell wieder schließt. In manchen Fällen kann eine unterstützende Therapie mit Antibiotika zur Entzündungsbekämpfung notwendig sein.
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