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Stand: 30. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Zungenbrennen ist eine unangenehme und belastende Empfindungsstörung. Die Betroffenen haben das Gefühl, dass die Zunge brennt, sticht, juckt oder wund ist. Die brennende Zunge ist dabei oft nicht das einzige Symptome. Ähnliche Beschwerden entstehen an der Mundschleimhaut des Gaumens oder an der Innenseite der Wangen. Zunge und Schleimhaut können dabei ganz unauffällig aussehen. Daher ist es häufig sehr schwierig, eine Diagnose zu stellen.
Zungenbrennen ist ein Symptom, dessen Ursache sowohl allgemeine Krankheitsbilder als auch Reize im Mundraum sein können. Zu den typischen Erkrankungen, die das brennende Gefühl an der Zunge auslösen können, zählen zum Beispiel Blutarmut (Anämie), Vitaminmangel, Diabetes mellitus, Infektionen mit Bakterien oder Pilzen und Erkrankungen, die zu Mundtrockenheit führen (Sjögren-Syndrom).
Reizungen entstehen zum Beispiel mechanisch: Dann sind scharfe Zahnkanten oder drückende Zahnprothesen dafür verantwortlich, dass die Zunge brennt. Die Schleimhaut kann auch auf bestimmte Nahrungsmittel oder – selten – auf das Material, das Zahnarzt für Zahnfüllungen verwendet, allergisch reagieren.
Oft spielt auch eine psychische Komponente eine wichtige Rolle. Stress und Angst können die brennenden Schmerzen hervorrufen, verstärken oder dafür sorgen, dass sie lange andauern oder sich nur schwer behandeln lassen. In manchen Fällen gelten die Symptome Schleimhaut- und Zungenbrennen als eigenständige Krankheit. Mediziner verwenden dann den englischen Begriff Burning Mouth Syndrome.
Die erste Anlaufstelle für Patienten mit Zungenbrennen ist häufig der Zahnarzt. Neben einem ausführlichen Gespräch ist wichtig, dass sich der Arzt die Mund- und Zungenschleimhaut genau ansieht. Liegen sichtbare Gewebeveränderungen (z.B. Druckstellen) der schmerzenden Bereiche im Mund vor, kann er leichter auf die Ursachen rückschließen. Beim Verdacht auf eine Grunderkrankung sind – je nachdem, welche der Arzt vermutet – weitere Diagnoseverfahren (z.B. Blutuntersuchungen) sinnvoll. Diese Ursachenforschung beim Zungenbrennen ist deshalb so wichtig, weil sich die Therapie in der Regel nach der Ursache richtet. Es bedarf dabei häufig viel Zeit und Geduld bis die Beschwerden verschwinden.
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