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Amalgam (Amalgamfüllung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Februar 2014)

© Jupiterimages/Creatas Images

Amalgam ist ein metallhaltiges Material, das Zahnärzte als Zahnfüllungen (Amalgamfüllung) einsetzen. Es besteht aus einem Zinn-Silber-Kupfer-Pulver und Quecksilber. Durch Vermischen dieser beiden Bestandteile ergibt sich eine plastisch verformbare Paste – das zahnärztliche Amalgam.

Karies, auch Zahnfäule genannt, ist die häufigste Ursache für Löcher in den Zähnen. Der Zahnarzt behandelt ein Loch im Zahn, in dem er die betroffene Stelle aufbohrt und anschließend mit einer Zahnfüllung wieder verschließt. Eines der bekanntesten Füllmaterialen ist das Amalgam.

Damit das Amalgam weich und formbar wird, muss der Zahnarzt die einzelnen Komponenten – Zinn-Silber-Kupfer-Pulver und Quecksilber – ausgiebig miteinander vermischen. Etwa 10 bis 30 Minuten verbleiben dem Zahnarzt danach, das Amalgam in den Zahn einzubringen und die passende Form für den späteren Biss zu gestalten. Nach einer Stunde hält die Amalgamfüllung einer leichten Belastung stand; nach 24 Stunden ist sie vollständig ausgehärtet.

Zahn mit Amalgamfüllung © Jupiterimages/iStockphoto

Zahn mit einer Amalgamfüllung

Amalgam hat sich als Füllungsmaterial für Zahnschäden wegen seiner Eigenschaften seit vielen Jahrzehnten bewährt. Es gilt als besonders widerstandfähiges, bruchfestes, lange haltbares und gleichzeitig kostengünstiges Material. Aufgrund seines Quecksilberanteils ist Amalgam jedoch auch in die Kritik geraten. Quecksilber ist ein Schwermetall, das giftig (toxisch) auf den menschlichen Körper wirkt. Gesundheitliche Schäden durch eine Amalgamfüllung konnten wissenschaftlich bislang aber nicht eindeutig erwiesen werden. Bei Menschen mit

sollte der Zahnarzt bei der Zahnerhaltung jedoch auf Amalgam verzichten. Auch bei Kindern bis zum Alter von sechs Jahren, insbesondere bis zum dritten Lebensjahr, sollte der Arzt andere Alternativen zu einer Amalgamfüllung wählen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Glasionomerzement, eine mineralische Zementart, die bei Übergangsfüllungen zum Einsatz kommt
  • Kompomer, eine Mischung aus Glasionomerzement und Kunststoff
  • Komposit, ein Gemisch aus Kunststoff und feinen Glasteilchen
  • Gold in Form von sogenannten Goldhämmerfüllungen
  • Keramik

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