Amalgam (Amalgamfüllung): Quecksilber

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Februar 2014)

Das chemische Element Quecksilber kommt als Naturstoff in der Erdkruste und der Atmosphäre vor. Es handelt sich dabei um ein Schwermetall, das unter anderem als Zellgift auf Eiweiße wirkt. In gelöster Form ist Quecksilber daher sehr giftig (toxisch). Bei Raumtemperatur ist das Metall zwar flüssig, aufgrund seines hohen Dampfdrucks geht es jedoch allmählich in einen gasförmigen Zustand über.

Diese Quecksilber-Dämpfe gelangen über die Schleimhäute und über die Lunge in den Körper. Quecksilber lagert sich dann in Gehirn und Rückenmark sowie in der Leber, Milz und Nieren ein und kann dort seine giftige Wirkung entfalten. Bei einer chronischen, hohen Quecksilber-Belastung kommt es unter anderem zu:

Während der Zahnarzt eine Amalgamfüllung einsetzt sowie durch den Abrieb, der beim täglichen Kauen entsteht, wird ein Teil des im Amalgam vorhandenen Quecksilbers freigesetzt. Diese geringe Quecksilberbelastung ist durch erhöhte Werte im Speichel nachweisbar.

Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Amalgam in Zahnfüllungen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko einhergeht. Eine gesundheitliche Gefährdung entsteht nur in seltenen Ausnahmefällen. Dennoch wird Amalgam aus diesem Grund heutzutage zurückhaltender benutzt.

Das Bundesgesundheitsministerium schätzt Amalgam nur bei folgenden Bevölkerungsgruppen als möglicherweise schädlich ein:

  • Schwangere
  • Stillende
  • Kleinkinder
  • Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • Personen mit einer Allergie gegen Quecksilber – Quecksilber-Allergien kommen weltweit jedoch sehr selten vor.

Wie oft gehen Sie zum Zahnarzt?