Intimpiercing: Rechtliches

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2011)

Juristisch gesehen ist jede Art des Piercings, und somit auch das Intimpiercing, eine Körperverletzung. Daher muss man schriftlich sein Einverständnis erklären, bevor man sich piercen lässt. Ebenfalls wissenswert: Es existiert keine allgemeingültige Ausbildung zum Piercer, es hängt also vor allem von der Erfahrung und dem Verantwortungsbewusstsein des Piercers ab, wie gut er seinen Beruf ausübt. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, sich bei der Wahl des Studios Zeit zu lassen.

Viele seriöse Piercingstudios verpflichten sich dazu, auf bestimmte Regeln Wert zu legen. So muss sich jeder ausweisen, der ein Piercing bekommen möchte, indem er das Original seines Personalausweises, Reisepasses oder Führerscheins vorlegt. Der Piercer legt eine Kopie des Dokuments dem Anamnesebogen und der Einverständniserklärung bei. Der Anamnesebogen enthält Informationen, die für das Piercing bedeutsam sind, zum Beispiel etwaige Krankheiten oder Allergien des Kunden.

Das Bild zeigt eine nackte, sonnengebräunte Frau vom Brust- bis zum Schambereich. © Jupiterimages/Goodshoot

Lassen Sie sich bei der Wahl des Piercing-Studios Zeit!

Wer sich ein Intimpiercing stechen lassen möchte, sollte auch über mögliche Kosten informiert sein. Ein im Jahr 2007 in Kraft getretenes Gesetz besagt: Wenn nach einer Schönheitsoperation, einem Piercing oder einer Tätowierung Komplikationen auftreten, werden Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse an den Behandlungskosten beteiligt (Privatversicherte sollten bei ihrer Kasse nachfragen).Mitunter können also hohe Kosten auf einen Piercing-Träger zukommen.


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