Fußpflege

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. April 2015)

© Jupiterimages/Stockbyte

Füße – sie tragen uns umher und machen so einiges mit. Ein Grund mehr, ihnen auch mal etwas Gutes zu tun und sie bei der Körperpflege nicht zu vergessen! Füße werden jedoch von vielen eher stiefkindlich behandelt – oft ist Fußnägel schneiden sogar die einzige Form der Fußpflege, die ihnen zugutekommt.

Ein Fuß besteht allein aus 26 Knochen und 33 Gelenken – das sind gut ein Viertel aller Skelettknochen des menschlichen Körpers. Zahlreiche Muskeln finden sich zusammen in beiden Füßen und die wollen bewegt werden. In schicken High Heels verkümmern viele Fußmuskeln jedoch. Wer häufig hohe Absätze oder enge Schuhe im Allgemeinen trägt, für den sollte Fußgymnastik unbedingt zur Fußpflege dazu gehören. Und auch Flachläufer können von Fußgymnastik profitieren.

Vor allem Frauenfüße müssen schuhtechnisch oft so einiges erleiden – insbesondere in den Sommermonaten. Riemchensandalen oder raffinierte Pumps sehen zwar schick aus, sind aber nur selten bequem und muten den Füßen einiges zu.

Unbequeme und zu enge Schuhe führen schnell zu Druckstellen, unschönen Blasen oder sogar zu Hühneraugen. Das kann richtig schmerzhaft werden und dazu führen, dass man die stylishen Treter erst mal eine Weile im Schuhschrank lassen muss.

Fußpflege sollte am besten Teil der täglichen Körperpflege sein – umso mehr, wenn die Füße eine Partynacht auf hohen Hacken hinter sich haben. Wenigstens einmal pro Woche sollten Sie Ihren Füßen eine kleine Wellness-Behandlung gönnen.

Einfach selber machen

Für die regelmäßige Fußpflege benötigen Sie keinen Spezialisten, das lässt sich problemlos zuhause selber machen. Beginnen Sie die Fußpflege mit einem wohltuenden, nicht zu heißen Fußbad, am besten mit einer Wasserhöhe bis zum Knie und mit einer Wassertemperatur von 36 bis 40 Grad Celsius. Geben Sie Badezusätze ins Fußbad und starten Sie Ihr kleines Wellnessprogramm.

Für müde Füße empfehlen sich zum Beispiel Rosmarin, Kamille oder Fichtennadelöl, das erfrischt, pflegt und regeneriert. Wer Probleme mit Schweißbildung hat, kann schweißhemmende Eichenrinde oder Zaubernuss (Hamamelis) ins Fußbad geben.

Fußpflege: Frau trägt mit einem Bimsstein Hornhaut an der rechten Ferse ab. © Jupiterimages/Pixland

Überschüssige Hornhaut lässt sich mit Bimsstein entfernen.

Nach etwa 15 Minuten Fußbad wird es Zeit für den nächsten Punkt bei der Fußpflege: die Hornhaut. Trocknen Sie Ihre Füße sanft ab, bevor es losgeht. Die Zehenzwischenräume nicht vergessen! Auf Hornhauthobel sollten Sie bei der Hornhautentfernung verzichten. Verwenden Sie lieber Bimsstein – damit erhalten Sie auf schonende Weise zarte Füße.

Ebenfalls wichtiger Teil der Fußpflege: das Kürzen der Fußnägel. Im Unterschied zu Fingernägeln müssen Sie Fußnägel gerade schneiden. Spitze Ecken können Sie glatt feilen. So minimieren Sie das Risiko, dass die Fußnägel einwachsen und zu schmerzhaften Problemen führen. Kleiner Tipp: Die Fußnägel haben die richtige Länge, wenn sie mit der Zehenkuppe abschließen.

Verwöhnen Sie anschließend Ihre Füße inklusive der Fußsohlen mit feuchtigkeitsspendender Fußcreme – bei dieser Gelegenheit können Sie gleich eine kleine Fußmassage mit in Ihr Fußpflege-Programm aufnehmen. Je nach Belieben gibt es hier auch Fußcremes, die zum Beispiel belebend oder schweißhemmend wirken.

Zwischendurch können Sie Ihren Füßen auch mal eine besondere Pflege gönnen, zum Beispiel mit einer feuchtigkeitsspendenden Avocado-Fußmaske. Die können Sie ganz einfach selber machen, Sie brauchen dafür nur eine reife Avocado. Zerdrücken Sie die reife Avocado, am besten mit einer Gabel, und reiben Sie Ihre Füße mit dem Fruchtfleisch ein. Nach etwa 15 Minuten können Sie die Avocado-Reste einfach mit Wasser abspülen.

Bei Problemen mit Schweißfüßen können außerdem spezielle Fußpuder oder -lotionen die Schweißproduktion und auch mögliche Gerüche verringern. Die Käsemauken-Gefahr lässt sich so etwas reduzieren.

Wenn Füße ständig jucken, ist möglicherweise nicht nur trockene Haut die Ursache – hier kann ein Fußpilz dahinterstecken. Lassen Sie in solchen Fällen sicherheitshalber den Hautarzt einen Blick auf die Füße werfen, anstatt lange selbst herumzuprobieren.

Wenn Sie Ihre Fußnägel mit ein wenig Nagellack verschönern wollen, warten Sie damit am besten bis etwa eine Stunde nach dem Fußbad.

Hoch hinaus

Fußpflege beginnt genaugenommen schon mit der richtigen Wahl der Schuhe, die nicht zu hoch sein sollten. Achten Sie darauf, dass die Zehen genug Platz haben.

Fußpflege: Man sieht einen Fuß in einem hochhackigen Schuh. © iStock

Ab und zu kein Problem: enge, hochhackige Schuhe.

Sexy High Heels oder extravagante hochhackige Stilettos sind zwar aus orthopädischer Sicht nicht als tägliches Schuhwerk zu empfehlen – wer diese nur hin und wieder trägt und nicht von morgens bis abends darauf balanciert, muss jedoch keine Folgen wie Hallux valgus oder Rückenschmerzen befürchten. Wichtig ist jedoch, für die Füße nach dem Tragen von hohen Schuhen, einen Ausgleich mithilfe von Fußgymnastik zu schaffen. Dazu mit den Zehen „Greifbewegungen“ machen und ein paar Mal in den Zehenstand hochdrücken.

Zum Glück bieten die meisten Drogeriemärkte inzwischen auch eine ganze Armada an kleinen Helfern, mit denen schmerzhafte Druckstellen oder Blasen seltener oder sogar gar nicht auftreten. Ob druckentlastende Ballen- oder Fersenpolster, Blasen-Schutzgel oder -Schutzstift – hier gibt es viele Möglichkeiten.


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