Brustverkleinerung (Brustreduktion, Mammareduktion)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Mai 2014)

© Jupiterimages/Comstock Images

Volle, große Brüste gelten bei Männern wie Frauen oft als begehrenswert – tatsächlich können sie für die Frau aber auch zur körperlichen und seelischen Last werden. Eine Brustverkleinerung (Brustreduktion, Mammareduktion) hilft dann unter Umständen weiter. Vorher sollte die Frau versuchen, über eine Gewichtsabnahme und Sport den Anteil des Fettgewebes ihrer Brüste zu verringern. Dies verkleinert die Brüste in manchen Fällen.

Frauen mit überdimensional großen Brüsten (sog. Mammahypertrophie) tragen im Extremfall pro Brust über zwei Kilogramm Gewicht mit sich. Für sie ist eine Brustverkleinerung meist der einzige Weg, um etwa Rückenprobleme in den Griff zu bekommen. Aber nicht nur in diesen Fällen, sondern schon bei geringerem Gewicht des Busens erleiden Frauen häufig ernsthafte medizinische Probleme: Es treten Hautausschläge unter der Brust auf; zudem plagen Haltungsschäden, chronische Rückenschmerzen und Nackenschmerzen Frauen mit üppigem Busen. Dies kann bis hin zu Bandscheibenvorfällen reichen. Neben dem Gewicht der Brüste wirkt sich auch fehlendes Selbstbewusstsein auf die Körperhaltung aus: Hängende Schultern und ein "krummer" Rücken sind die Folge.

Ebenso belastend ist der Einfluss auf das seelische Wohlbefinden. Eine Riesenbrust führt nicht selten dazu, dass sich eine Frau als reines Sexualobjekt degradiert fühlt und unter den Blicken und Reaktionen ihrer Mitmenschen leidet. Von einer Brustverkleinerung abgesehen, vermag oft nur weite, wallende Kleidung die großen Brüste zu verbergen. Für die meisten Menschen alltägliche Aktivitäten bringen gerade für junge Frauen eine Reihe unangenehmer Situationen mit sich. Sei es beim Sport oder beim Besuch eines Schwimmbads: Frauen mit sehr großem Busen sind in ihrem Leben oft eingeschränkt, fühlen sich sozial isoliert und entwickeln Minderwertigkeitskomplexe.

Jedes der Probleme kann für sich allein bereits drückend genug sein, um die Gedanken auf eine Brustverkleinerung zu lenken. Häufig treten körperliche und seelische Belastung gleichzeitig auf verstärken den Wunsch, etwas zu ändern.

Eine Brustverkleinerung zielt darauf, das Volumen der Brüste zu reduzieren und so medizinische und seelische Komplikationen zu verhindern. Dabei passt der Chirurg die Form der Brüste nach Absprache mit der Frau individuell an ihre Figur an. Eine frühzeitige Operation im Erwachsenenalter kann Folgeschäden wie Rücken- und Bandscheibenprobleme verringern oder verhindern. Frauen mit sehr großer Oberweite sollten daher rechtzeitig einen Arzt aufsuchen und ihre Probleme offen ansprechen. Die Brustreduktion sollte bei jungen Frauen mit Kinderwunsch wichtige Funktionen der Brust wie etwa die Milchproduktion nicht beeinträchtigen.

Verschiedene Beschwerden und Zustände können Anlass für eine chirurgische Brustverkleinerung sein:

  • Unproportional große Brüste
  • Haltungsfehler
  • Rückenbeschwerden
  • Nackenbeschwerden
  • Ungleiche (asymmetrische) Brüste
  • Einschneidende BH-Träger
  • Hautausschläge (Ekzeme) in den Unterbrustfalten
  • Psychische Beschwerden

Unter bestimmten Umständen übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Brustverkleinerung.


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