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Interview zum Thema Brustvergrößerung

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (30. Januar 2013)

Entscheidung

"Es spielt keine Rolle, wie Außenstehende die Größe der Brust beurteilen"

Onmeda: Wann ist denn aus Ihrer Sicht eine Brustvergrößerung wirklich angemessen?

Dr. Lüerßen: Ich denke, das ist eine individuelle und ästhetische Entscheidung. Der Arzt sollte bei Untersuchung und Beratung sehr viel Wert darauf legen, herauszufinden, was die Motivation für die Patientin ist. Oft stellt sich heraus, dass sich die Frau mit ihrem Busen nicht wohl fühlt und für sich etwas ändern möchte. Wenn sie dabei nicht von außen beeinflusst wird, besteht bereits eine Indikation. Dabei spielt es keine Rolle, wie Außenstehende die Größe der Brust beurteilen.

Onmeda: Nun haben wir einiges über die Hintergründe einer Brustvergrößerung erfahren. Uns würde interessieren: Was sind die nächsten Schritte nach dem ersten Gespräch? Welche Fragen klären Sie im Folgetermin mit der Frau?

Dr. Lüerßen: In den meisten Fällen reicht bereits das erste Gespräch aus, um alle Fragen zu klären und die Patientin umfassend zu informieren.

Onmeda: Und wie geht es danach weiter?

Dr. Lüerßen: Manche Frauen vereinbaren direkt im Anschluss an das Gespräch einen Termin für die Operation. Die meisten Frauen nehmen sich jedoch etwas mehr Zeit, um das Für und Wider sorgfältig abzuwägen und sich dann zu entscheiden. Sobald die Frau sich im Klaren ist, ob eine Brustvergrößerung infrage kommt, meldet sie sich zur Terminvereinbarung. Wir schicken ihr dann Unterlagen zu und weisen darauf hin, dass sie bei ihrem Hausarzt Blutuntersuchungen vornehmen lassen muss, die grundsätzlich vor jeder Operation durchgeführt werden. Es geht unter anderem darum, die Blutgerinnung zu prüfen, also sicher zu gehen, dass keine erhöhte Neigung zu Blutungen besteht.

"Der Arzt muss die Frau ernst nehmen"

Onmeda: Wie wichtig ist ein gutes Verhältnis zur Patientin?

Dr. Lüerßen: Ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patientin ist sehr wichtig. Jede Frau sollte deswegen ausreichend Bedenkzeit haben, um ihre Entscheidung zu treffen. Meiner Erfahrung nach entscheiden sich die Frauen meist für die Brustvergrößerung, wenn die Aufklärung gut war, die Frau Vertrauen aufbauen konnte und sich rundum sicher fühlt. Dies gelingt nur, wenn der Arzt die Frau ernst nimmt. Allerdings kommt es häufig vor, dass Frauen regelrecht bedrängt werden und sehr schnell einen Termin für die Operation vereinbaren, obwohl sie noch nicht richtig überzeugt sind. Ein solches Vorgehen finde ich unseriös; zudem trägt es mit Sicherheit nicht zu einem vertrauensvollen Arzt-Patient-Verhältnis bei.

Onmeda: Wo Sie von "sicher" sprechen: Ist eine Brustvergrößerung ein sicherer Eingriff?

Dr. Lüerßen: Wenn bestimmte Faktoren vorher geklärt wurden, ja! Die Frau muss gesund sein, sie muss wissen, was sie von der Operation erwartet, und die Implantate sollten nicht zu groß sein. Ebenfalls wichtig: Der Chirurg muss für eine umfassende OP-Hygiene sorgen. In Nordrhein-Westfalen wird für Klinik-Neubauten mittlerweile vorgeschrieben, dass der Operationssaal den Voraussetzungen der höchsten Kategorie entspricht. Daran haben wir uns beim Bau unserer Klinik natürlich gehalten. Ein solcher OP verfügt über derart hohe Hygiene-Standards, dass man dort ebenso ein künstliches Hüftgelenk einsetzen oder am Herzen operieren könnte. Sind alle genannten Punkt erfüllt und handelt es sich um einen erfahrenen Arzt, der sorgfältig plant, geht die Operation mit einem geringen Risiko und wenig Nebenwirkungen einher.

Onmeda: Apropos Nebenwirkungen: Schmerzen lassen sich aber nicht gänzlich vermeiden, oder?

Dr. Lüerßen: Schmerzen treten in den ersten zwei, drei Tagen auf, besonders, wenn das Implantat unter dem Brustmuskel liegt. Das lässt sich mit Schmerzmitteln aber gut abfangen.

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