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Verhütungsring (Vaginalring)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (25. September 2014)

© Jupiterimages/Brand X Pictures

Der Verhütungsring ist eine hormonelle Verhütungsmethode. Der Verhütungsring – auch Vaginalring genannt – besteht aus einem biegsamen Kunststoff und wird einmal im Monat in die Vagina eingeführt. Er bietet eine Alternative zu anderen Verhütungsmethoden, die auf Hormonen basieren – zum Beispiel zu der Antibabypille oder der Dreimonatsspritze.

Die Verhütung mit einem Vaginalring ist als sehr sicher anzusehen. Der Pearl-Index des Verhütungsrings beträgt 0,4 bis 0,65. Das heißt: Weniger als 1 von 100 Frauen, die ausschließlich mit einem Vaginalring verhüten, werden im Laufe eines Jahres ungewollt schwanger.

Der Verhütungsring wirkt prinzipiell wie die Antibabypille. Nachdem Sie den Vaginalring, ähnlich wie ein Tampon, in die Scheide eingeführt haben, setzt der Verhütungsring pro Tag eine konstante Menge an Östrogen und Gestagen frei. Für die empfängnisverhütende Wirkung spielt es keine Rolle, wie tief Sie den Verhütungsring eingeführt haben.

Die abgegebenen Hormone verhindern, dass bei der Frau der Eisprung eintritt beziehungsweise dass die Spermien bis in die Gebärmutter vordringen können. Bleibt der Eisprung aus, kann die Eizelle nicht befruchtet werden – schwanger werden ist dadurch unmöglich.

Normalerweise verhindert die Beckenmuskulatur, dass der Verhütungsring herausfallen kann. Sollte dies dennoch passieren, können Sie ihn mit kaltem Wasser abspülen und innerhalb der nächsten drei Stunden wieder einsetzen. Die empfängnisverhütende Wirkung des Rings wird dadurch nicht beeinflusst.

Keinesfalls sollten Sie den Verhütungsring mit Seifenlösungen oder Desinfektionsmittel reinigen.

Der Verhütungsring besteht aus einem durchsichtigen, flexiblen Material mit einem Durchmesser von 54 Millimeter. Es gibt ihn nur in einer Universalgröße – er passt sich der Anatomie jeder Frau an. Einmal im Monat kann die Frau den Vaginalring selbst in die Scheide (Vagina) einführen beziehungsweise wieder entfernen. Dabei ist es nicht so wichtig, wo genau er in der Scheide liegt: Die Wirkung des Verhütungsrings wird über die abgegebenen Hormone sichergestellt.

Während der folgenden drei Wochen verbleibt der Verhütungsring in der Scheide. Dort schützt er vor einer Schwangerschaft, indem er fortwährend Hormone abgibt und den Eisprung und die fruchtbaren Tage verhindert.

Nach diesen drei Wochen können Sie den Vaginalring entfernen. Es folgt eine einwöchige, ringfreie Pause, in der die Regelblutung eintritt. Der Empfängnisschutz bleibt auch während dieser Woche erhalten. Danach können Sie den nächsten Verhütungsring einsetzen.

Ähnlich wie bei der Antibabypille sollten Sie den Verhütungsring immer am gleichen Wochentag einsetzen. Wenn Sie beispielsweise an einem Sonntag den Vaginalring einführen, sollten Sie ihn drei Wochen später am Sonntag auch wieder entfernen. Der nächste Verhütungsring wird am darauf folgenden Sonntag eingesetzt.

Einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet der Verhütungsring jedoch nicht – genauso wie andere hormonelle Verhütungsmethoden. Hierfür sollte man zusätzlich Kondome oder das Frauenkondom verwenden.

Der Verhütungsring ist Deutschland, der Schweiz und in Österreich rezeptpflichtig und wird vom Frauenarzt oder von der Frauenärztin ausgestellt. Eine Dreimonatspackung kostet etwa 47 €, das heißt circa 15 € pro Ring.

Im Idealfall lagern Sie den Vaginalring im Kühlschrank (2 bis 8 Grad Celsius). Sie können den Verhütungsring auch außerhalb des Kühlschranks bei Zimmertemperatur aufbewahren – dort ist er allerdings nur vier Monate haltbar!

Achten Sie darauf, den Verhütungsring nicht allzu großer Hitze auszusetzen: Raumtemperaturen über 30 Grad Celsius beeinträchtigen die empfängnisverhütende Wirkung des Vaginalrings.

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